Hitparadenshow

Die berühmteste Schweizer Girl-Group Tears feiert Comeback

Angela Rosser, 7. September 2022, 20:35 Uhr
Die Girls sind erwachsen geworden. Anlässlich ihres Auftritts in der Chartshow «Die 40 ....» sprechen sie in der dritten Episode «Die herausragendsten Songs aus den 2000er Jahren» über Musik, ihren Erfolg und ihre Freundschaft, die sie auch zwei Jahrzehnte nach der Castingshow noch immer verbindet.

Quelle: Oneplus

Vor 20 Jahren wurden sie für die Schweizer Ausgabe des Formats «Popstars» gecastet, haben gegen 1200 Mädchen um die Wette gesungen, getanzt und gewonnen. Die vier Sängerinnen, Tiffany, Evelyn, Amanda und Romina bildeten 2001 zusammen die Girl-Band Tears. Die vier legten einen fulminanten Auftakt hin und landeten auf Platz 1 der Schweizer Charts.

Anlässlich der Chartshow auf dem Streamingdienst oneplus, stehen sie nach all dieser Zeit wieder gemeinsam auf einer Bühne. Was blieb, als die Kameras aus waren, das Scheinwerferlicht erlosch und sich die Band 2004 auflöste? Eine innige Freundschaft, die die vier Powerfrauen bis heute verbindet.

War es schon immer euer Traum berühmt zu werden?

Amanda: Ja also meine Vorbilder waren schon immer Michael Jackson und zum Beispiel Kylie Minogue. Und ja ich bin damals schon mit der Haarbürste, wie man es halt so macht, vor dem Spiegel gestanden und habe meine Shows gemacht. Wirklich damit gerechnet, dass es mal soweit kommen könnte, nein.

Evelyn: Ich habe natürlich auch immer geübt zu Hause. Wir haben uns im Hobbyraum bei einer Kollegin aus Klopapier-Rollen und Tennisbällen und viel Alufolie Mikrofone gebastelt. Als Take-That und später Backstreet-Boys-Fan habe ich auch vor dem Fernseher die Choreos geübt.

Romina: Berühmt zu sein, war nie das Ziel. Ich glaube aber, dass Musik für uns alle immer ein wichtiger Teil im Leben war.

Tiffany: Bei mir war es in erster Linie das Tanzen. Choreos und Shows, singen war so «njä okeey». Meine Heldinnen und Helden waren zum Beispiel, Madonna, Boy George, Prince, damit bin ich gross geworden. Das Tanzen hat mich aber wirklich schon immer mehr begeistert als der Gesang.

Wie seid ihr damals mit dem plötzlichen Erfolg umgegangen?

Romina: Wir sind da einfach hineingewachsen. Zum Casting sind wir ohne grosse Erwartungen gegangen und wussten auch nicht, was uns erwartet. Wir haben gelernt, zusammen zu harmonieren und zu funktionieren, wie man sieht. Auch 20 Jahre später kennen wir uns immer noch und wir haben immer noch unseren Gruppenchat. Es ist eine Freundschaft fürs Leben entstanden.

Amanda: Nur schon in der Phase, in der es darum ging, wer in die Band kommt, haben wir wie natürlich, organisch, schon zusammen abgehangen. Das hat es natürlich auch irgendwie ausgemacht. Wir haben einander zwar nicht ausgesucht, aber irgendwie halt eben doch.

Was für ein Gefühl ist es, wenn ihr heute eurem 20 Jahre jüngerem Ich in den Musikvideos zuschaut?  

Evelyn: Ich glaub, als erstes denken wir an die Choreografie, die wir damals lernen mussten. Und sonst...wir waren halt so jung, Babyspeck, neue Frisuren, es war alles total neu und aufregend.

Amanda: Verleidet ist es mir immer noch nicht. Ich finde es schön und sehe uns gerne zu. Sogar mein Sohn, obwohl er erst vier Jahre alt ist, sieht zum Beispiel den Videoclip und sagt: «Mama tanzä».

Optisch konnten euch die 20 Jahre also nichts anhaben?

Amanda (lacht): Nein, überhaupt nicht.

Der erste Auftritt nach fast zwei Jahrzehnten, wie habt ihr euch darauf vorbereitet?

Tiffany: Wir sind wieder ins Studio und haben den Song «Dreamin» noch mal neu aufgenommen und das war mega schön. Ein bisschen war es wie Fahrrad-Fahren. Natürlich war die Zeit auch sehr emotional, wieder zusammenzukommen und zusammen zu arbeiten.

Wie sieht es mit einem Comeback aus? Wird es ein neues Album geben?

Evelyn: Gibt es das überhaupt noch? Also so physisch?

Also kein Comeback? War das nie ein Thema?

Evelyn: Nein, eigentlich nicht.

Romina: Doch! Also es war immer wieder mal Thema, wenn wir uns getroffen haben. Halt mehr, wenn wir darüber gesprochen haben, wie toll doch diese Zeit war und wenn wir uns an all die coolen Sachen erinnerten oder uns Fans angeschrieben haben. Aber natürlich nicht in dem Rahmen wie früher. Also dass wir zusammen auf Tour gehen würden, das könnten wir nur schon familientechnisch nicht vereinbaren. Es ist alles gut, so wie es ist. Der Auftritt hier war sicher wieder ein Meilenstein, etwas, das uns prägt und noch näher zusammen bringt.

Tiffany: Letztes Jahr hatten wir unser 20-jähriges Jubiläum und heute standen Fans da, die schon vor 20 Jahren da waren und das ist unbeschreiblich lässig.

Amanda: Da habe ich mich das erste mal richtig alt gefühlt – also als wir das 20-Jährige hatten.

Evelyn: Ja man denkt so, wo ist die Zeit hin?

Tiffany: ... aber immer noch Frauenpower pur.

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 7. September 2022 16:11
aktualisiert: 7. September 2022 20:35
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