Deutschland

«Noch nie zuvor gesehen»: Hier schiessen 110'000 Volt in den Boden

18. Februar 2022, 19:13 Uhr
Im deutschen Bundesland Thüringen ist es zu einem ungewöhnlichen Vorfall gekommen. Nachdem ein Baum auf einen Strommast gefallen ist, schoss der Strom unentwegt in den Boden – Lichtshow inklusive. Erst als der Baum zu Boden fiel, konnten die Feuerwehrleute handeln.
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Quelle: FM1Today/Marija Lepir

Das Video zeigt einen umgestürzten Baum, der sich an eine 110'000-Volt-Stromleitung lehnt, durch den Strom fliesst und es wie ein Blitz aussieht, der wiederholt in den Boden einschlägt. Der Vorfall ereignete sich nach einem Unwetter vom 2. Februar in einem Waldgebiet zwischen den Gemeinden Frankendorf und Kapellendorf im mitteldeutschen Bundesland Thüringen.

Berichten zufolge brannte der Baum weiter und fiel schliesslich zu Boden, woraufhin die Feuerwehrleute ihn zerschnitten und das Feuer löschten. Einer, der vor Ort eingesetzten Feuerwehrleute, sagte zur Nachrichtenagentur AP: «So etwas hatte noch niemand zuvor gesehen. Manche Nutzer werden an ‹Ghostbusters› oder ‹Rammstein› erinnert, andere an ‹E-Tree› oder Weihnachtsbaumbeleuchtung.»

Stromnetzexperte Martin Schreiber sagte, der Baum habe so ausgesehen, «weil die Wurzeln noch in der sumpfigen, feuchten Erde steckten», was «viele Kurzschlüsse verursachte, die wie kleine Blitze aussehen». Er fügte hinzu, dass sogar die Nähe zum Baum mit der durch ihn fliessenden Elektrizität ausreichen könnte, um eine Person zu töten, auch ohne direkten Kontakt. «Näher als einen Meter hätte gereicht.»

Der Schaden an den Stromleitungen wurde auf 6000 Euro geschätzt.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 18. Februar 2022 19:13
aktualisiert: 18. Februar 2022 19:13
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