Viel Arbeit für ein Baby

Von Nina Müller
Das Schimpansenbaby im Walterzoo wird in den ersten sechs Monaten von Pflegern gross gezogen.
Das Schimpansenbaby im Walterzoo wird in den ersten sechs Monaten von Pflegern gross gezogen. © FM1Today/Nina Müller
Der Walter Zoo hat in diesen Sommer viel Nachwuchs bekommen. Darunter auch drei Schimpansenbabys. Eines wurde von seiner Mutter nicht angenommen und wird deshalb nun von Menschenhand gefüttert.

«Es war, als ob sich Chica und Balima abgesprochen hätten. Balima gebar das Kind auf einem Baum, wollte es aber nicht haben und liess es deshalb runterfallen. Da stand Chica schon bereit und fing das Kleine auf», sagt die Zoodirektorin und Tierärztin des Walter Zoo, Karin Federer. Die Affendamen im Walter Zoo erhalten die Anti-Babypille, weil der Zoo nur begrenzt Platz für neue Schimpansenbabys hat. Deshalb war es sehr erstaunlich, dass Chica überhaupt Milch hatte, um das Baby zu säugen. «Leider reichte die Milch von ihr nicht aus und wir mussten uns dazu entscheiden, das Affenbaby aus dem Gehege zu holen und von Menschenhand zu füttern», sagt Karin Federer.

24 Stunden intensive Betreuung

Insgesamt kümmert sich ein Team von vier Personen um das Äffchen – es braucht 24 Stunden intensive Betreuung. Schimpansen klammern sich bis circa zum sechsten Monat eigentlich ununterbrochen an den Bauch ihrer Mama. Erst dann fangen sie an, sich selbständig zu bewegen. So lange wird der Neuzugang im Walter Zoo auch bei seinen Ersatzeltern bleiben.

Es geht gut voran

Bereits jetzt bemühen sich die Pfleger aber darum, dass das Schimpansenweibchen viel Kontakt zu den anderen Affen hat. So soll es von der Gruppe akzeptiert werden und sich schnell integrieren. «Heute hat die Amme, also Chica, sogar das Baby berührt. Damit hatten wir nicht gerechnet», sagt Karin Federer. Es geht also gut voran für das kleine Affenweibchen, das bisher noch keinen Namen hat.


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