Waldbrandgefahr weiterhin hoch

Im Thurgau darf man wieder «brötle» – das Feuerverbot gilt nicht mehr.
Im Thurgau darf man wieder «brötle» – das Feuerverbot gilt nicht mehr. © Keystone/Melanie Duchene
Trotz des Regens in den vergangenen Tagen ist die Trockenheit im FM1-Land immer noch so ausgeprägt, dass weiterhin das absolute Feuer- und Feuerwerksverbot gilt.

Die St.Galler Kantonspolizei hat am Freitag gleich mehrere Vergehen gegen das Feuerverbot festgestellt. So hat eine Frau bei der Frohen Aussicht in Benken Gartenabfälle verbrannt, worauf die Feuerwehr zur Hilfe geholt werden musste. Mehrere Leute glaubten, der Regen habe das Trockenheitsproblem gelöst, weshalb sie auf offenen Feuerstellen grillierten oder Feuerwerk zündeten.

Das absolute Feuer- und Feuerwerksverbot gelte dieses Wochenende und bis auf Widerruf, schreibt der Kanton St.Gallen. Die Gefahr von Wald- und Buschbränden sei weiterhin hoch. Gleich ist es in den anderen Ostschweizer Kantonen und Graubünden. Konkret ist verboten:

  • Feuer jeglicher Art im Freien zu entfachen
  • Holzkohlegrills, Smoker, Pizzaöfen etc. zu gebrauchen
  • Feuerwerk, Höhenfeuer und Himmelslaternen zu zünden
  • Brennende Zigarettenstummel und Zündhölzli wegzuwerfen
  • Kerzen im Freien anzuzünden

Vorstösse können polizeilich geahndet werden.

Wer trotz des Feuerverbots nicht auf Bratwürste und Steaks verzichten möchte, darf Gas- und Elektrogrills verwenden – allerdings nur ausserhalb von Wäldern und wenn die Grillgeräte auf nicht brennbarem Untergrund stehen. Kommunale Grossfeuerwerke auf Seen, beispielsweise am Seenachtsfest, bleiben erlaubt, solange der Abstand zum Ufer mindestens 350 Meter beträgt.

(pd/red.)


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