«Wasser und gute Gespräche»

In der «Ansprechbar» am Greenfield-Festival in Interlaken gibt es keine alkoholischen Getränke.
In der «Ansprechbar» am Greenfield-Festival in Interlaken gibt es keine alkoholischen Getränke. © zVg
Seit letztem Jahr sind christliche Kirchen am Greenfield-Festival in Interlaken mit einem Seelsorge-Zelt vertreten. Das Seelsorge-Angebot ist schweizweit einmalig.

Der Verein Metalchurch betreibt mit 23 Seelsorgerinnen und Seelsorgern ein Seelsorge-Zelt am Greenfield-Festival. Das Angebot in der alkoholfreien Bar «Ansprechbar» ist niederschwellig. «Wir sind offen für alle Menschen und wollen ihre Freude und ihr Leid teilen», sagt Samuel Hug, reformierter Pfarrer, der sich, wie alle seine Kolleginnen und Kollegen, am Festival ehrenamtlich engagiert. «Wir diskutieren und helfen weiter.» Übrigens, alle die in in der «Ansprechbar» tätig sind, sind echte Heavy-Metal-Fans.

Pfarrer Samuel Hug und sein Teamkollege Sebastian Rüthy sind selbst Heavy-Metal-Fans.

Pfarrer Samuel Hug und sein Teamkollege Sebastian Rüthy sind selbst Heavy-Metal-Fans. (Bild: zVg)

Doch manchmal geraten die Seelsorger mit ihren Gästen an den Anschlag: «Es gibt Fälle, wo wir nicht weiterhelfen können», sagt Hug. Dann müssen die Seelsorger die Hilfe der Sanität oder der psychiatrischen Dienste in Anspruch nehmen. Doch oftmals sind es spannende Begegnungen. Letztes Jahr kam jemand ins Zelt und fragte, was man hier trinken könne. Pfarrer Hug antwortete: «Bei uns gibt es Wasser und gute Gespräche. Dieser Gast blieb sehr lange, weil er sich bei uns so wohl gefühlt hatte.»

Die ganze Folge «Gott und d’Wält» zur Seelsorge am Greenfield-Festival kannst du hier hören:

(agm)


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