Wegen Einsprachen: Unfall-Kreuzung bleibt gefährlich

Von Stephanie Martina
Die Unfall-Kreuzung im Altstätter Riet soll sicherer werden - die Frage ist nur wann.
Die Unfall-Kreuzung im Altstätter Riet soll sicherer werden - die Frage ist nur wann. © Tagblatt/Max Tinner
Am Wochenende kam es auf einer Kreuzung zwischen Altstätten und Oberriet gleich zu zwei Unfällen. Weil es in den vergangenen Jahren acht Mal krachte, will der Kanton die Sicherheit erhöhen – doch wegen hängiger Einsprachen bleibt die Kreuzung vorerst ein Unfall-Hotspot.

In den vergangenen fünf Jahren musste die Polizei acht Mal an die Unfall-Kreuzung an der Oberrieterstrasse ausrücken. Wie Auswertungen der Kantonspolizei St.Gallen zeigen, war der Unfallhergang stets derselbe: Alle Autofahrenden wollten die Oberrieterstrasse überqueren und näherten sich der Kreuzung entweder auf der Burst oder auf der Hagenfurtstrasse. Beim Überqueren der Fahrbahn übersahen sie alle ein auf der Oberrieterstrasse herannahendes Fahrzeug – es kam zur Kollision. Vergangenes Wochenende wurden an der Unfall-Kreuzung vier Personen verletzt, weil auch diese Autofahrer den Vortritt missachten.

Bei der heftigen Kollision vom vergangenen Wochenende wurden zwei Rentner verletzt.

Bei der heftigen Kollision vom vergangenen Wochenende wurden zwei Rentner verletzt und mit der Rega und dem Krankenwagen ins Spital gebracht. (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)

Kreuzung soll sicherer werden – irgendwann

Beim kantonalen Tiefbauamt hat man den Handlungsbedarf längst erkannt und daher bereits 2016 ein Projekt erarbeitet, das die Verkehrssicherheit auf der Kreuzung verbessern soll. «Das Projekt sieht vor, dass die Einlenker leicht versetzt werden, um die Übersicht auf der Kreuzung zu verbessern», erklärt Manfred Huber, Leiter Strassen- und Kunstbauten des Tiefbauamts des Kantons St.Gallen.

Konkret: Die Einmündung der Burst soll nach rechts versetzt werden, sodass ein direktes Überqueren der Oberrieterstrasse nicht mehr möglich ist. Stattdessen müssten Autolenker künftig erst auf die Oberrieterstrasse einbiegen und in einem zweiten Schritt auf die schräg gegenüberliegende Hagenfurtstrasse abbiegen.

Vergangenes Jahr sei das Projekt öffentlich aufgelegt worden, sagt Huber. Zwei eingegangene Einsprachen seien bis heute hängig. «Wenn diese Einsprachen vom Tisch sind, geht es in die Landerwerbsverhandlungen.» Wie lange das dauern wird, ist unklar. Auch wogegen sich die Einsprecher wehren, kann Huber nicht beantworten.

Stadt Altstätten begrüsst Sicherheitsmassnahmen

Die Stadt Altstätten hat ebenfalls ein Interesse daran, dass auf der Kreuzung im Riet die Sicherheit erhöht wird. «Es ist wichtig, dass überall, wo die Unfallgefahr reduziert werden kann, gehandelt wird», sagt Stadtpräsident Ruedi Mattle. Weil es vor allem vor einigen Jahren an dieser Kreuzung immer wieder Unfälle gegeben hatte, wurden laut Mattle bereits Anpassungen vorgenommen. So sei in die ehemals gerade Hagenfurtstrasse eine leichte Kurve eingebaut worden. «In meinen Augen hat dies bereits einiges bewirkt», sagt Mattle.

Doch in Altstätten macht man sich keine Illusionen, dass sich auf der Unfall-Kreuzung nach den jüngsten beiden Unfällen schon bald etwas tun könnte. Mattle erklärt: «Wir tauschen uns mit dem Kanton regelmässig aus. Doch uns ist bewusst, dass das Tiefbauamt im ganzen Kanton tätig ist und somit einige Baustellen hat.»

(stm/kov)


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