42 Mal hintereinander geblitzt

24.08.2018, 11:57 Uhr
· Online seit 24.08.2018, 11:27 Uhr
Wer in eine Radarfalle tappt, dem passiert das an jenem Ort so schnell kein zweites Mal. Sollte man zumindest meinen. Ein Mann aus Österreich wurde an 42 Tagen in Folge geblitzt. Wegen des hohen Bussgeldes müssen nun seine Kinder auf ihre Ferien verzichten.
Marc Sieger
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In Heimo Wallners Briefkasten flatterte kürzlich eine dicke Busse. Der Grund: mehrfaches Übertreten der Geschwindigkeit. Mehrfach ist in Heimo Wallners Fall allerdings leicht untertrieben - der Familienvater aus Österreich tappte an 42 Tagen hintereinander in ein und dieselbe Radarfalle. «Ich bin Bäcker und bin nach meiner Schicht morgens gegen drei Uhr von der Bäckerei in Klagenfurt mit meinem Seat nach Hause gefahren. Die Arbeitsstelle habe ich erst Anfang Februar angenommen und wusste nichts von dem Blitzer», sagt Wallner gegenüber dem Tagesanzeiger. Er habe sich stets an die vermeintliche Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Stundenkilometer gehalten. Auf der Höhe einer Schule gilt aber Tempo 30. «Ich muss das Schild übersehen haben», so Wallner. Und das gleich 42 Mal hintereinander.

«Das ist Geldmacherei»

Es stellt sich die Frage, wie so etwas überhaupt möglich ist. Er habe nie gemerkt, dass er geblitzt wurde, sagt Wallner. «Ich wurde mit einem dieser neuen Infrarotblitzer aufgenommen, die sieht man nicht». Seine Verfehlungen einzugestehen fällt dem Familienvater schwer. «Die niedrigere Geschwindigkeit an einer Schule tagsüber leuchten mir natürlich ein – aber morgens um drei? Für mich ist das Geldmacherei». Einspruch einlegen will er aber nicht. Dazu müsste er nämlich gegen jede Busse einzeln vorgehen, also 42 Mal.

«Die Kinder sind entäuscht»

Zähneknirschend zahlt Heimo Wallner die Busse. Der Betrag: rund 3000 Euro. «Das sind für mich gute zwei Monatslöhne. Mengenrabatt gibt es übrigens nicht», sagt der Österreicher. Weil der Familienvater zu schnell fuhr, müssen nun auch die Sprösslinge leiden. Wegen der hohen Busse fehlt nämlich das Geld für die Ferien. «Die Kinder waren natürlich enttäuscht, die haben sich Griechenland ja schon in den Prospekten angeschaut und sich darauf gefreut, zum ersten Mal zu fliegen. Jetzt verbringen sie ihre Ferien bei ihrem Opa am Fischteich».

veröffentlicht: 24. August 2018 11:27
aktualisiert: 24. August 2018 11:57
Quelle: red.

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