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Sozialhilfe

Aargauer Sozialhilfequote ist 2020 erneut leicht rückläufig

1. Dezember 2021, 10:39 Uhr
Die Sozialhilfequote im Kanton Aargau ist 2020 zum dritten Mal in Folge leicht gesunken. Die Quote betrug 2,0 Prozent. Das ist ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte. Die Quote liegt weiterhin deutlich unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 3,2 Prozent im Jahr 2019.
Im Aargau sollen gemäss Regierungsrat wie in anderen 25 Kantonen die revidierten Skos-Richtlinien für die Sozialhilfeleistungen gelten. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTOF SCHUERPF

Im Kanton Aargau wurden im vergangenen Jahr 13'782 Personen (-3,5 Prozent) in 8790 Dossiers (1,9 Prozent) unterstützt, wie Statistik Aargau am Mittwoch mitteilte. Die Sozialhilfequote sei bis 2017 jahrelang langsam angestiegen, seit 2018 hingegen um je 0,1 Prozentpunkte pro Jahr leicht gesunken - auch im ersten Jahr der Corona-Pandemie.

Diese Entwicklung deute darauf hin, dass vorgelagerte Hilfeleistungen im Jahr 2020 die pandemiebedingten wirtschaftlichen Härtefälle abgewendet hätten, hält Statistik Aargau fest.

Die Sozialhilfequoten bei Schweizer Männer und Schweizer Frauen beträgt je 1,2 Prozent. Die Quote bei Ausländern liegt bei 4,1 Prozent und bei Ausländerinnen bei 4,8 Prozent. Anerkannte Flüchtlinge, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, sind in dieser Statistik nicht mitgezählt.

Hilfe für Einelternfamilien

Unabhängig von der Nationalität wurden Einelternfamilien am zweithäufigsten unterstützt, gefolgt von Paaren mit Kind oder Kindern und Paaren ohne Kind.

Bei den ausländischen unterstützten Personen gibt es bei der Sozialhilfequote nach Altersjahr grössere Schwankungen als bei den Schweizer Beziehenden. Bei Kindern und Jugendlichen liegt die Quote markant höher und im mittleren Lebensalter dann näher an der Schweizer Quote.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. Dezember 2021 10:39
aktualisiert: 1. Dezember 2021 10:39