Angriff auf Pariser Louvre vereitelt

Laurien Gschwend, 3. Februar 2017, 11:41 Uhr
Ein Soldat hat offenbar einen Angriff auf den Pariser Louvre verhindert. Er eröffnete das Feuer auf einen mit einem Messer bewaffneten Mann, der mit Gepäck in das weltberühmte Museum eindringen wollte. Der vereitelte Angriff hatte womöglich einen islamistischen Hintergrund.

Der Angreifer verletzte sich durch sechs Schüsse schwer, ein Soldat wurde leicht verwundet. Eine Louvre-Sprecherin sagte, das Museum sei vorübergehend geschlossen, niemand dürfe rein oder raus. Das französische Innenministerium spricht von einem «schwerwiegenden Ereignis für die öffentliche Sicherheit». Weiter wird davor gewarnt, Falschinformationen zu verbreiten.

Ein Polizeivertreter sagte, der Mann habe versucht, einen Soldaten anzugreifen und in das zum Museum gehörende Geschäft zu gelangen. Der Angriff ereignete sich in einem Treppenhaus, das von einem Platz neben dem Louvre in das unterirdische Einkaufszentrum «Carrousel du Louvre» führt.

Der vereitelte Angriff hatte womöglich einen islamistischen Hintergrund. Der Angreifer habe laut gedroht und «Allahu Akbar» (Gott ist gross) geschrien, sagte der Pariser Polizeipräfekt Michel Cadot. Die Schreie des Mannes liessen darauf schliessen, dass er seinen Angriff in einem «terroristischen Rahmen» habe ausüben wollen.

Polizeiangaben zufolge agierte der Mann alleine. Es sei aber auch eine zweite Person wegen verdächtigen Verhaltens festgenommen worden. Der Angreifer hatte zwei Rucksäcke bei sich. In ihnen sei kein Sprengstoff gefunden worden, sagte Cadot.

Twitter-User halten die Situation beim Pariser Louvre mit ihren Smartphones fest:

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind mit Einschränkungen in Betrieb:

Wegen der Anschlagsgefahr patrouillieren in der französischen Hauptstadt an vielen Orten Soldaten, unter anderem vor Touristenattraktionen wie dem Louvre, der jährlich von Millionen Menschen besucht wird. Seit den Anschlägen vom 13. November 2015 gilt in Frankreich zudem der Ausnahmezustand.

Laurien Gschwend
Quelle: SDA/red.
veröffentlicht: 3. Februar 2017 10:37
aktualisiert: 3. Februar 2017 11:41