Bergdorf nach Felssturz eingeschlossen

27. Dezember 2017, 10:34 Uhr
Der gewaltige Schuttkegel kann für die Bewohner von Vals nun durch einen Notweg umgangen werden (Archiv)
© KEYSTONE/APA/APA/ZEITUNGSFOTO.AT
Nach dem gewaltigen Felssturz in dem österreichischen Bergdorf Vals können die 150 eingeschlossenen Bewohner wieder in die Aussenwelt gelangen. Es wurde ein Notweg freigegeben, über den die Bewohner ins Tal gelangen können.

Zuvor hatten Arbeiter den Weg so weit befestigt, dass auch Personenwagen darauf fahren können. Die provisorische Fahrbahn, die rund um den Schuttkegel führt, war nur für Anrainer freigegeben.

Sorgen bereitete allerdings das Wetter: Zu viel Regen oder Schnee könnten den Notweg beschädigen, zudem könnten Lawinen abgehen, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete.

In der Tiroler Gemeinde Vals südlich von Innsbruck waren am Heiligabend grosse Mengen Felsen und Erdreich auf eine Strasse gestürzt. Die Landstrasse ins Valsertal wurde auf einer Länge von 150 Metern und bis zu 50 Meter hoch verschüttet.

Für die kommenden Tage wurde laut APA mit weiteren Felsabgängen gerechnet. Die unmittelbar in der Nähe liegenden Häuser blieben evakuiert.

Wenige Minuten vor dem Felssturz hatten mehrere Kinder auf dem Weg zur Christmette die Unglücksstelle passiert. Sie und auch andere Bewohner des Tales blieben unverletzt. Tirols Landeshauptmann Günther Platter sprach von einem «Weihnachtswunder».

Quelle: SDA
veröffentlicht: 27. Dezember 2017 10:26
aktualisiert: 27. Dezember 2017 10:34