Böse Überraschung

«Blutiger Durchfall»: Coop ruft Kinder-Produkte wegen Salmonellen-Verdachts zurück

6. April 2022, 13:38 Uhr
Wegen Salmonellen-Infektionen in mehreren europäischen Ländern hat Ferrero mehrere Kinder-Schokoladenprodukte zurückgerufen. Auch in der Schweiz nimmt Coop Überraschungseier und Schoko-Bons vorläufig aus dem Sortiment.
Kinder-Produkte werden wegen Verdachtauf Salmonellen zurückgerufen.
© KEYSTONE/DPA/Monika Skolimowska

In Europa sind in den letzten Tagen mehrere Salmonellen-Infektionen aufgetaucht, die im Zusammenhang mit Schokoladenprodukten des Süsswarenherstellers Ferrero stehen sollen.  Gemäss der Nachrichtenagentur AP sind in Grossbritannien 63 Menschen, vor allem Kinder, an einer Salmonellen-Infektion erkrankt. Die Kinder seien teilweise mit schweren Symptomen wie blutigem Durchfall ins Spital eingeliefert worden, schreibt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC.

Bisher keine Beschwerden in der Schweiz

Auch in Deutschland, Frankreich, Schweden und anderen europäischen Ländern soll es Infektionen gegeben haben. Wegen des Verdachts auf Salmonellen haben unter anderem Deutschland, Frankreich, Belgien und Grossbritannien reagiert und Kinder-Produkte zurückgerufen. Das deutsche Bundesamt für Verbrauchschutz warnt vor deren Verzehr.

Der Rückruf erfolgt gemäss Angaben von Ferrero auf freiwilliger Basis. Bisher seien bei den Kinder-Produkten auf dem Markt keine Salmonellen gefunden worden und das Unternehmen habe auch keine Beschwerden von Verbrauchern erhalten.

In der Schweiz ist bisher bezüglich Salmonellen nichts bekannt. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) teilt auf Anfrage von SRF mit, dass man mit der zuständigen kantonalen Vollzugsbehörde in Kontakt stehe. Sollten betroffene Produkte auch in der Schweiz abgegeben worden sein, werde sofort reagiert, heisst es vom BLV.

Migros klärt Rückruf ab

Bereits reagiert hat der Grossverteiler Coop. Dieser ruft in der Schweiz diverse Kinder-Schokoladenprodukte wie Schoko-Bons und Überraschungseier zurück. Es sei eine reine Vorsichtsmassnahme auf Hinweis des Markenherstellers Ferrero, bestätigt der Grossverteiler gegenüber SRF. Bei der Migros laufen derzeit ähnliche Abklärungen.

Alle betroffenen Schokoladenprodukte wurden laut Ferrero in derselben Fabrik im belgischen Arlon hergestellt. Dort laufen mittlerweile Untersuchungen der Lebensmittelbehörden.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. April 2022 13:31
aktualisiert: 6. April 2022 13:38
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