Grossbritannien

Chinas Anteil am globalen Treibhausgasausstoss 2020 stark gestiegen

4. November 2021, 10:01 Uhr
Chinas Anteil am weltweiten Treibhausgasausstoss ist 2020 deutlich gestiegen. Die Volksrepublik - seit längerem der mit Abstand grösste Verursacher von Treibhausgasen - war im vergangenen Jahr für 31 Prozent der fossilen Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich.
ARCHIV - Chinas Anteil am weltweiten Treibhausgasausstoß ist 2020 deutlich gestiegen. Foto: Xu Jingbo/SIPA Asia via ZUMA Wire/dpa
© Keystone/SIPA Asia via ZUMA Wire/Xu Jingbo

Das ging am Donnerstag aus Berechnungen des Forschungsverbundes «Global Carbon Projects» herv. 2019 waren es etwa 27 Prozent. Der Anstieg ist demnach darauf zurückzuführen, dass die Emissionen beim zweit- und beim drittgrössten Treibhausgasverursacher, den USA und der EU, wegen der coronabedingten Lockdowns besonders stark gesunken sind.

China hatte die Corona-Pandemie mit strengen Massnahmen schneller in den Griff bekommen als die meisten anderen Staaten. Als einzige grosse Volkswirtschaft verzeichnete die Volksrepublik deshalb 2020 ein positives Wirtschaftswachstum - entsprechend stieg auch der CO2-Ausstoss. Nach den Zahlen des «Global Carbon Projects» stiegen die fossilen Kohlendioxid-Emissionen Chinas im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent, während sie in den USA um 10,6 und in der EU um 10,9 Prozent zurückgingen. Einen Abwärtstrend gibt es in den USA und der EU bereits seit rund 15 Jahren, während es in China seit etwa 20 Jahren steil nach oben geht.

Global dürfte der globale Ausstoss von Kohlendioxid aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas in diesem Jahr wieder annähernd das Niveau von 2019 erreichen, geht aus den Berechnungen des «Global Carbon Projects» hervor. Im vergangenen Jahr war der globale Ausstoss um 5,4 bis 5,6 Prozent gesunken. Für dieses Jahr rechnen die Forscherinnen und Forscher, die vorläufige Daten bis Ende Oktober berücksichtigten, dass die fossilen Emissionen in China und Indien, dem viertgrössten Verursacher, steigen, in den USA und der EU sinken. In China dürften es plus 5,5 Prozent gegenüber 2019 sein, in Indien plus 4,4 Prozent. In den USA wird minus 3,7 Prozent gegenüber 2019 erwartet, in der EU minus 4,2 Prozent.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. November 2021 09:56
aktualisiert: 4. November 2021 10:01
Anzeige