Deutlich weniger Leute am Weltjugendtag

25. Januar 2019, 05:49 Uhr
Papst Franziskus sprach am Donnerstagabend vor Tausenden in Panama.
Papst Franziskus sprach am Donnerstagabend vor Tausenden in Panama.
© KEYSTONE/AP/ARNULFO FRANCO
Die Organisatoren des Weltjugendtages der katholischen Kirche in Panama haben die Zahl der teilnehmenden Pilger nochmals deutlich nach unten korrigiert. Nur 85'884 Pilger hätten ihre Teilnahmeakkreditierungen abgeholt.

Dies teilten die Veranstalter am Donnerstag (Ortszeit) mit Verweis auf den Stand von Mittwoch mit. Noch am Dienstag hatte es nach offiziellen Angaben geheissen, mehr als 100'000 Wallfahrer hätten sich für das bis zum Sonntag dauernde Fest der katholischen Jugend in dem lateinamerikanischen Land registriert.

Ende vergangener Woche hatte der Vatikan sogar noch mitgeteilt, es würden 150'000 Pilger erwartet - einige Wochen davor war gar von mehr als 200'000 teilnehmenden Pilgern die Rede gewesen.

Vor allem bei der Abschlussmesse am Sonntag, an der nicht nur Jugendliche teilnehmen können, werden aber deutlich mehr Menschen erwartet.

Weltjugendtage finden alle zwei bis drei Jahre statt. An wechselnden Orten kommen zu diesem Anlass katholische Jugendliche aus aller Welt zusammen, um ihren Glauben zu feiern. Der jetzige Weltjugendtag ist nach den Veranstaltungen in Buenos Aires (1987) und Rio de Janeiro (2013) der dritte in Lateinamerika.

Papst Franziskus rief unterdessen die Pilger am Donnerstagabend (Ortszeit) beim Weltjugendtag in Panama dazu auf, Brücken statt Mauern zu bauen. Der Pontifex verurteilte vor Zehntausenden Menschen «diese Erbauer von Mauern, die, indem sie Angst säen, Menschen zu spalten versuchen». Laut Veranstalter-Angaben nahmen an der Feier am Küstenstreifen von Panama-Stadt rund 250'000 junge Menschen teil - viele von ihnen waren einfache Besucher und keine registrierten Pilger.

«Mit euren Gesten und eurem Verhalten, mit euren Blicken, mit den Wünschen und vor allem mit der Sensibilität, die ihr habt, widerlegt und entschärft ihr all jene Reden, die darauf bedacht sind, Spaltung hervorzurufen und die mit aller Kraft diejenigen ausschliessen und vertreiben wollen, die »nicht wie wir sind«», sagte der Pontifex weiter.

Der Argentinier spricht sich immer wieder gegen Abschottung aus und hatte sich auch in die von US-Präsident Donald Trump forcierte Debatte über den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko eingeschaltet. Bei seiner Mexiko-Reise 2016 hatte Franziskus gesagt: «Eine Person, die daran denkt, Mauern statt Brücken zu bauen, ist nicht christlich.»

Quelle: SDA
veröffentlicht: 25. Januar 2019 01:19
aktualisiert: 25. Januar 2019 05:49