Deutschland

Deutsche Regierung will Produktion von Impfstoff beschleunigen

5. Januar 2021, 12:23 Uhr
Im Impfzentrum Cottbus steht eine kleine Ampulle mit einer Kanüle für die Impfung gegen Covid-19 mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer. An diesem Tag hatten die beiden Impfzentren in Potsdam und Cottbus ihren Betrieb aufgenommen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
© Keystone/ZB/Patrick Pleul
Die deutsche Regierung will bei der geplanten zusätzlichen Produktion von Corona-Impfstoffen im eigenen Land aufs Tempo drücken.

So wollen die zuständigen Minister unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Mittwoch beraten, an welchen Stellen zusätzliche Produktion durch die Bundesregierung unterstützt werden kann, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin erfuhr.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montagabend im ZDF Kritik an der Impfstoffbeschaffung erneut zurückgewiesen. «Dass wir jetzt am Anfang so wenig haben, dass wir priorisieren müssen, hat nichts zu tun mit der Bestellmenge, also wie viel wir bestellt haben, sondern das hat etwas damit zu tun, dass jetzt am Anfang die Produktionskapazität knapp ist», sagte er im ZDF. Man arbeite daran, dass die Produktion bei Biontech etwa durch ein neues Werk in Marburg (Hessen) hochgefahren werden könne.

Schon Anfang Februar könne dieser zweite Produktionsstandort möglicherweise zur Verfügung stehen, berichtete die «Süddeutsche Zeitung» unter Berufung auf die Regierung.

An mangelnder Impfstoffbeschaffung hatte es in Deutschland seit Tagen Kritik gegeben - auch aus der mitregierenden SPD. Mehrere CDU-Politiker wiesen die Kritik an Spahn zurück. Spahn warf der SPD indirekt vor, bereits wahltaktisch zu agieren. Im September findet die Bundestagswahl statt.

Spahn hatte am Abend das Ziel bekräftigt, bis zum Sommer jedem ein Impfangebot in Deutschland machen zu können. Das hänge aber auch davon ab, dass weitere Zulassungen von Impfstoffen erfolgen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Januar 2021 12:20
aktualisiert: 5. Januar 2021 12:23