Svenja Schulze

Deutsche Umweltministerin erwartet schnelleren Kohleausstieg

20. April 2021, 15:16 Uhr
ARCHIV - Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Archivbild). Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Deutschland wird nach Einschätzung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) wohl schon bis 2030 aus der Kohleverstromung aussteigen können.

«Der Kohleausstieg wird schneller kommen als bisher vorgesehen», kündigte Schulze am Dienstag bei der virtuellen Debate-Energy-Konferenz vom «Tagesspiegel» an. Bislang war ein Kohleausstiegspfad bis zum Jahr 2038 vorgesehen.

Die Anhebung des europäischen Klimaziels beschleunige den Ausstiegsprozess, erklärte Schulze. Die EU-Staaten hatten sich im Dezember darauf verständigt, bis 2030 eine Verringerung der Treibhausgase um mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu erreichen. Die EU hatte damit ihr ursprüngliches Ziel von 40 Prozent nach oben korrigiert.

Deutschland fördert immer noch in bedeutenden Mengen heimische Braunkohle zur Stromerzeugung, Steinkohle wird importiert. Der Anteil der Kohlestroms an der Gesamtstromerzeugung lag im vorigen Jahr noch bei 23,4 Prozent. Vor wenigen Jahren waren es noch deutlich über 40 Prozent.

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. April 2021 15:15
aktualisiert: 20. April 2021 15:16