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Artenschutz

Deutscher Entwicklungsminister fordert Durchbruch beim Artenschutz

10. Oktober 2021, 08:35 Uhr
Vor Beginn der Weltbiodiversitätskonferenz am Montag in China hat der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller einen Appell an die Weltgemeinschaft gerichtet. In den kommenden Monaten müsse ein Durchbruch beim Artenschutz gelingen.
Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller fordert verstärkte Anstrengungen für den Artenschutz. (Archivbild)
© KEYSTONE/EPA/HAYOUNG JEON

Müller verglich die Bedeutung der Konferenz mit dem Pariser Klimaabkommen für den Klimaschutz. «Wir haben keine Zeit zu verlieren. Jeden Tag sterben 150 Arten aus», sagte der CSU-Politiker der Funke Mediengruppe.

Der Artenschutz liege im eigenen Interesse der Menschen. Je mehr natürliche Lebensräume vernichtet würden, umso grösser werde auch die Gefahr, dass weitere Viren vom Tier auf den Menschen überspringen und schwere Krankheiten auslösen könnten.

Müller rief die Industrieländer dazu auf, ihre Mittel zum Erhalt der Biodiversität in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verdoppeln. Drei Viertel der artenreichsten Gebiete lägen in ärmeren Ländern, die sich Schutzgebiete kaum leisten könnten.

Quelle: sda
veröffentlicht: 10. Oktober 2021 03:15
aktualisiert: 10. Oktober 2021 08:35