Ein erfolgreicher Knall in Schaan

Angela Mueller, 6. Juli 2017, 21:17 Uhr
Ausnahmezustand im Fürstentum Liechtenstein: In Schaan wurde ein 60-jähriges, ehemaliges Fabrikgebäude in die Luft gejagt. Die Sprengung gilt als effizienter und günstiger als der Abbau mit Bagger, ist aber auch gefährlicher. Ein ganzes Quartier wurde evakuiert.

Seit zwei Jahren steht das alte Hilti-Fabrikgebäude im liechtensteinischen Schaan leer, am Donnerstagnachmittag um 14.30 Uhr wurde es dem Erdboden gleichgemacht. Das Areal soll wieder begrünt werden. Sprengtechniker Walter Weber ist zufrieden mit dem Resultat - die Sprengung war erfolgreich und verlief problemlos. Trotzdem sagt er: «Man kann noch so viel rechnen, man sieht nie genau ins Gebäude hinein -  es gibt immer ein Restrisiko.»

Mehrere Anwohner rund um das Gebäude wurden evakuiert: Mir ist schon etwas mulmig», sagte Nachbar Toni Nutt vor der Sprengung. «Wir mussten  alle  Fensterläden schliessen und wir durften nicht im Haus bleiben.»

Ein Wasserschirm der Feuerwehr verhinderte, dass sich der Staub bei der Sprengung im ganzen Quartier ausbreitete.

(agm)

 

Hier geht es zum TVO-Bericht:

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Angela Mueller
veröffentlicht: 6. Juli 2017 20:14
aktualisiert: 6. Juli 2017 21:17