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Eingeschneit

Engländer sind seit drei Nächten in Pub eingeschlossen

29. November 2021, 15:42 Uhr
Wegen Schnee und Wind haben am Wochenende Besucher eines Pubs in Nordengland bereits die dritte Nacht in der Kneipe verbringen müssen. Die Wirtin des Tan Hill Inn, Nicola Townsend, sagte am Montagmorgen im BBC-Radio, es sei noch unklar, wann die Strasse zum Pub wieder freigeräumt werden könne.
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Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher

Die rund 60 Gäste waren nach dem Auftritt einer Oasis-Cover-Band am Freitagabend im Pub im Nationalpark Yorkshire Dales gestrandet. Der Herbststurm Arwen hatte auch in anderen Landesteilen Grossbritanniens für Verkehrschaos gesorgt und den Strom in vielen Haushalten ausfallen lassen.

Die Pub-Besucher vertrieben sich die Zeit mit Karaoke, Pub-Quiz und Brettspielen, wie Townsend berichtete. Viele von ihnen hatten ohnehin ein Zimmer für die Nacht auf Samstag in der Gaststätte mit Hotel gebucht. Andere schliefen teils auf Sofas oder auf Matratzen auf dem Boden.

Alkohol gibt es erst ab drei Uhr nachmittags

«Wir haben eine Menge zu essen», sagte Townsend dem britischen Sender ITV. «Es klingt ein bisschen wie ein Klischee, aber die Leute kamen als Fremde und werden als Freunde wieder gehen.» Eine Frau soll sogar den Wunsch geäussert haben, gar nicht mehr zu gehen.

Eine Gruppe von mehreren Personen, die ein Baby bei sich hatten, sei aber inzwischen mithilfe von Spezialfahrzeugen abgereist. Den Alkoholausschank habe sie auf die Zeit nach drei Uhr nachmittags beschränkt, fuhr Townsend fort.

Wie im Werbespot

Auf Bildern war zu sehen, wie sich der Schnee um Autos und das Pub-Gebäude auftürmte. Das eigentliche Problem sei der Wind gewesen, erläuterte Townsend. Der habe den Schnee an Hindernisse geweht, darunter auch an das Gebäude und die drum herum geparkten Fahrzeuge.

Der angeblich höchst gelegene Pub Englands war häufig Kulisse für Werbespots. Einer davon handelte von einer Gruppe von Besuchern, die eingeschneit werden und dann unfreiwillig eine schöne Zeit miteinander verbringen. Das scheint nun zumindest teilweise Realität geworden zu sein.

(SDA / red.)

Quelle: SDA
veröffentlicht: 29. November 2021 11:50
aktualisiert: 29. November 2021 15:42