Deutschland

«Es ist ganz furchtbar» – Tote und Verletzte bei Messerattacke in Zug

25. Januar 2023, 19:08 Uhr
Bei einer Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind zwei Menschen getötet und fünf verletzt worden. Der mutmassliche Täter konnte verhaftet werden.
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Bei einer Messerattacke in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg sind zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Ein Mann im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wurde festgenommen, wie eine Polizeisprecherin am Mittwochabend mitteilte. Nach Angaben der Bahn war der Zugverkehr zwischen Flensburg und Hamburg sowie zwischen Kiel und Hamburg beeinträchtigt.

Hintergründe noch unklar

«Die Hintergründe sind noch unklar, ebenso wie die Identitäten der Geschädigten», sagte die Polizeisprecherin. Der mutmassliche Täter habe die Menschen in dem noch fahrenden Zug angegriffen. Den Angaben der Sprecherin zufolge wurde auch der mutmassliche Täter verletzt. Zur Zahl der Verletzten gab es unterschiedliche Angaben – sie schwankte zunächst zwischen fünf und sieben.

Auch Täter unter den Verletzten

Wie es weiter hiess, hatte die Polizei mehrere Anrufe von Fahrgästen erhalten. Auf Benachrichtigung wurde der Zug gestoppt, worauf sich das Geschehen auf den Bahnsteig verlagert habe, so die Sprecherin. Dort sei der Täter festgesetzt worden, von wem könne sie noch nicht sagen. Der Mann, der mittelschwer verletzt sei, wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht.

Gemäss der Innenministerin von Schleswig-Holstein, Sabine Sütterlin-Waack, handelt es sich bei dem mutmasslichen Angreifer um einen staatenlosen Palästinenser. Er sei zwischen 30 und 35 Jahre alt.

Die Tat ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei kurz vor 15.00 Uhr vor der Ankunft des Zuges im Bahnhof Brokstedt im Kreis Steinburg. Der Bahnhof wurde vorerst gesperrt. Brokstedt ist eine kleine Gemeinde an der Bahnlinie zwischen Elmshorn und Neumünster.

«Wir sind alle völlig entsetzt»

«Es ist ganz furchtbar. Wir sind alle völlig erschrocken und entsetzt, dass sowas passiert ist», sagte Sütterlin-Waack dem NDR. Die Ministerin bekam die Nachricht im Landtag und beriet sich mit Ministerpräsident Daniel Günther. Sie wurde am Abend in Brokstedt erwartet.

Die Deutsche Bahn teilte am Abend mit: «Den Angehörigen der Opfer gehört unser tiefes Mitgefühl. Den Verletzten wünschen wir eine baldige und vollständige Genesung.» (sda/jaw)

+++ Update folgt +++

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 25. Januar 2023 16:48
aktualisiert: 25. Januar 2023 19:08