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Australien

Experte: Brände töten eine Milliarde Tiere

8. Januar 2020, 14:55 Uhr
Durch die verheerenden Buschfeuer in Australien sind nach der jüngsten Schätzung eines Wissenschaftlers mindestens eine Milliarde Tiere ums Leben gekommen.

Alleine im Bundesstaat New South Wales an der Ostküste seien mehr als 800 Millionen Säugetiere wie Koalas und Kängurus sowie Reptilien und Vögel umgekommen, sagte Chris Dickman, Ökologe und Professor an der Universität Sydney am Mittwoch laut einer Mitteilung. Viele der Tiere seien wahrscheinlich direkt durch Feuer getötet worden, andere möglicherweise durch Mangel an Nahrung oder andere brandbedingte Umstände.

Die zahlreichen Buschfeuer an der Ost- und Westküste des Kontinents haben mittlerweile mehr als 10,7 Millionen Hektar Land zerstört - das ist zusammengenommen eine Fläche größer als Portugal. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben, Tausende verloren in den Flammen ihre Häuser.

Seine jüngste Schätzung basiert auf einem Bericht der Tierschutzorganisation WWF von 2007 mit Zahlen zur Dichte der in der Wildnis lebenden Säugetiere (ausgenommen Fledermäuse), Reptilien und Vögel im Staat New South Wales. Nicht mitgezählt wurden demnach Frösche, Insekten und andere wirbellose Tiere. Bei diesen Zahlen handele es sich um sehr vorsichtige Schätzungen, die tatsächliche Anzahl der toten Tiere dürfte deutlich höher liegen, sagte Dickman.

Vor einigen Wochen hatte Dickman die Zahl der verendeten Tiere in New South Wales noch auf 480 Millionen geschätzt. Doch die Buschfeuer halten an und haben sich seitdem ausgedehnt.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. Januar 2020 14:26
aktualisiert: 8. Januar 2020 14:55