Frankreich

Feuer in französischer Chemiefabrik - Schulen geschlossen

26. September 2019, 14:27 Uhr
In einer Chemiefabrik der nordfranzösischen Stadt Rouen brennt es. Die Polizei rät den Bürgern, den Bereich zu meiden.
In einer Chemiefabrik der nordfranzösischen Stadt Rouen brennt es. Die Polizei rät den Bürgern, den Bereich zu meiden.
© Police national de la Seine-Maritime/Twitter
Riesige schwarze Rauchwolken über Rouen in der Normandie: Wegen eines Feuers in einer Chemiefabrik haben die Behörden in der nordfranzösischen Stadt sowie umliegenden Gemeinden Schulen und Kinderkrippen geschlossen.

Das Innenministerium forderte die Bürger am Donnerstag auf, so weit wie möglich in Gebäuden zu bleiben und sich nicht dem Rauch auszusetzen. Menschen kamen zunächst nicht zu Schaden.

Französische Medien berichteten von riesigen Flammen und Explosionen in der Fabrik des Unternehmens Lubrizol, das Zusatzmittel für Öle herstelle. Der Brand sei inzwischen unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. Die Produktionsanlage liegt wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Die Fabrik gehört nach Behördenangaben in die sogenannte Seveso-Kategorie von gefährlichen Standorten, die besonders überwacht werden. Im italienischen Seveso bei Mailand war es 1976 zu einem verheerenden Chemieunfall gekommen.

Der Präfekt der Region Normandie, Pierre-André Durand, sagte dem Nachrichtensender Sender BFMTV, es sei zunächst keine "hohe Giftigkeit" in Proben festgestellt worden. Eine Verschmutzung des nahe gelegenen Flusses Seine könne aber nicht ausgeschlossen werden.

Der Brand sei am frühen Morgen gegen 02.40 Uhr ausgebrochen, berichteten die Behörden. Die Ursache blieb zunächst unklar.

Rauchwolken zogen in nordöstliche Richtung. Es könnte auch in benachbarten Gemeinden ein unangenehmer Geruch auftreten. Rouen ist eine regionale Metropole und liegt an der Seine zwischen Paris und der Hafenstadt Le Havre.

Quelle: sda
veröffentlicht: 26. September 2019 14:15
aktualisiert: 26. September 2019 14:27