Fünf Mönche bei Überfall verletzt

28. Dezember 2018, 05:42 Uhr
Tatort katholische Kirche Maria Immacolata in Wien-Floridsdorf.
© KEYSTONE/APA/APA/HANS PUNZ
Bei einem Überfall in der Wiener Kirche Maria Immaculata sind fünf Mönche verletzt worden, einer schwer. Ein Mann bedrohte einen Ordensbruder mit der Pistole und zwang ihn sich auf den Boden zu legen.

Das teilte Polizeisprecher Harald Sörös nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Der Täter habe den Mönch misshandelt und ihn dabei schwer am Kopf verletzt.

Vier weitere Ordensbrüder, die nach und nach in die Kirche kamen, mussten sich den Angaben zufolge ebenfalls auf den Boden legen, wurden geschlagen und gefesselt. Alle fünf Männer wurden nach ihrer Entdeckung drei Stunden später ins Spital eingeliefert. Die Polizei leitete eine Grossfahndung nach insgesamt zwei Verdächtigen ein.

Der Überfall fand am Donnerstag statt, zu diesem Zeitpunkt fand in der Kirche kein Gottesdienst statt. Nach bisherigem Ermittlungsstand habe zumindest ein Verdächtiger Bargeld und Wertsachen von den Ordensbrüdern gefordert, hiess es von der Polizei. Das genaue Tatmotiv sei noch nicht klar, ein terroristisches Motiv werde aber ausgeschlossen.

Im Zentrum von Wien war am Donnerstag der Stephansdom wegen eines Bombenalarms geräumt worden. Eine Stunde später wurde die Kathedrale wieder geöffnet, nachdem kein Sprengmaterial gefunden worden war.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 27. Dezember 2018 22:02
aktualisiert: 28. Dezember 2018 05:42