Fünf Verletzte bei Erdbeben im Westen Japans

9. April 2018, 09:40 Uhr
Das Erdbeben sorgte für Schäden im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu. Hier im Bild: ein vom Beben ausgelöster Erdrutsch in Ohda.
Das Erdbeben sorgte für Schäden im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu. Hier im Bild: ein vom Beben ausgelöster Erdrutsch in Ohda.
© Keystone/AP Kyodo News/095100+0900
Bei einem Erdbeben im Westen Japans sind am Montag fünf Menschen leicht verletzt worden. An Gebäuden und Strassen seien Schäden entstanden, berichteten Medien. Zur Stärke des Bebens gab es unterschiedliche Angaben. Die japanische Wetterbehörde gab die Stärke des Erdbebens mit 6,1 an.

Der US-Erdbebenwarte zufolge hatte der Erdstoss eine Stärke von 5,6. Eine Tsunami-Warnung gab es zunächst nicht.

Das Beben erschütterte den Westen der Hauptinsel Honshu 96 Kilometer nördlich von Hiroshima. Das Epizentrum lag der Wetterbehörde zufolge in der Präfektur Shimane in einer Tiefe von 12 Kilometern. Unter den Verletzten war ein 17-Jähriger, der sich das Bein brach, als er aus dem Bett fiel, wie örtliche Medien berichteten.

Die örtlichen Behörden meldeten Gebäudeschäden und Risse in Strassen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo News berichtete. In rund hundert Haushalten war die Wasserversorgung unterbrochen, mehrere Haushalte waren ohne Strom. Soldaten versorgten die Bevölkerung provisorisch mit Wasser. Das nahegelegene Atomkraftwerk Shimane habe keine Probleme gemeldet.

Die Wetterbehörde warnte vor Nachbeben in den kommenden Tagen und forderte die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Die Nachbeben könnten auf der japanischen Erdbebenskala eine «obere Fünf» erreichen, warnte die Behörde. Die Skala reicht von eins bis sieben. Mehrere starke Nachbeben seien schon zu spüren gewesen.

Japan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo es häufig zu Erdbeben kommt. Im März 2011 hatte ein verheerendes Erdbeben der Stärke 9,0 Japan erschüttert und einen zerstörerischen Tsunami ausgelöst. Tausende Menschen kamen ums Leben, im Atomkraftwerk Fukushima ereignete sich als Folge der Naturkatastrophe das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 9. April 2018 02:29
aktualisiert: 9. April 2018 09:40