Gämsblindheit ist ausgebrochen

Fabienne Engbers, 24. Februar 2017, 16:52 Uhr
Die Gämsblindheit ist hochansteckend. (Symbolbild)
© KEYSTONE/Gaetan Bally
Im Fürstentum Liechtenstein ist die so genannte Gämsblindheit ausgebrochen. Gämse erblinden aufgrund einer Augenkrankheit und sterben oder müssen geschossen werden.

Die Wildhut muss die Gämse mit einem Schuss von ihrem leiden erlösen, wenn ihnen auffällt, dass die Gämse an der Krankheit leiden. Die Gämsblindheit ist eine hochansteckende bakterielle Augenkrankheit, die von erkrankten Schafen und Ziegen auf Steinböcke und das Gamswild übertragen wird und dieses blind werden lässt.

Mehrere Tiere verendet aufgefunden

Das Liechtensteiner Amt für Umwelt teilt mit, dass die Krankheit bei Gämsen rund um den 2222 Metern hohen Rappenstein entdeckt wurde. Mehrere Tiere seien in den letzten Wochen verendet aufgefunden worden. Weitere Tiere wurden geschossen, nachdem die Krankheit bei ihnen festgestellt wurde.

Tiere stürzen im Steilhang ab

Erkrankte Tiere sind daran zu erkennen, dass sie ins Leere starren oder im Kreis laufen. Ausserdem würden sie kein Fluchtverhalten zeigen, sagten die Behörden. Die kranken Tiere stürzen aufgrund ihrer Blindheit in steilem Gelände ab, manche erholen sich auch von der Krankheit, wenn sie genügend Ruhe haben.

Fabienne Engbers
Quelle: sda/red
veröffentlicht: 24. Februar 2017 16:52
aktualisiert: 24. Februar 2017 16:52