Geiselnahme in Lübecker Gefängnis endet unblutig

17. Juni 2019, 21:16 Uhr
Polizeifahrzeuge in der Justizvollzugsanstalt Lübeck, wo es am Montagnachmittag eine Geiselnahme gab, die glimpflich endete.
© Keystone/DPA/DANIEL BOCKWOLDT
Fünf Stunden war eine Mitarbeiterin in der Gewalt eines Häftlings: Eine Geiselnahme im Gefängnis von Lübeck ist am Montag unblutig zu Ende gegangen. Laut Polizei konnte der Täter nach rund fünf Stunden durch Spezialkräfte überwältigt werden und wurde dabei leicht verletzt.

Die befreite Frau blieb dabei unverletzt. Die Mitarbeiterin der Justizvollzugsanstalt wurde am Abend ärztlich betreut. Polizisten kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden.

Der bewaffnete Mann hatte die Frau am Nachmittag gegen 15 Uhr in seine Gewalt gebracht. Die Polizei hatte nach Bekanntwerden der Geiselnahme Spezialkräfte angefordert. Rund um das Gefängnis kam es zu Verkehrsbehinderungen. Am Abend waren drei Detonationen vom Gelände der Anstalt zu hören, mutmasslich handelte es sich dabei um den Zugriff der Beamten.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA soll es sich bei dem Mann um einen rumänischen Sexualstraftäter handeln. Sein Opfer ist demnach Psychologin. Die Polizei will am Dienstag weitere Informationen zu dem Geiseldrama veröffentlichen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 17. Juni 2019 20:57
aktualisiert: 17. Juni 2019 21:16