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«Haben uns die Ferien anders vorgestellt»

Lara Abderhalden, 3. Januar 2019, 16:00 Uhr
Viele haben die Koffer längst gepackt und sind abgereist: Die beliebten thailändischen Touristenziele Koh Phangan, Koh Samui und Koh Tao sind wie ausgestorben. Dies, weil der Tropensturm Pabuk demnächst auf die Inseln treffen soll. Zwei Toggenburgerinnen warten die Zeit im Hotel ab.

«Wir waren vorhin kurz etwas essen. Die Strassen sind wie ausgestorben. Wir waren die einzigen im Restaurant. Ausser den Einheimischen sieht man auf der Insel niemanden mehr», erzählt FM1Today-Lesereporterin Janine, die gemeinsam mit einer Freundin Ferien in Thailand verbringt. Eigentlich wollten die Wattwilerinnen weiter nach Koh Tao reisen, die aktuelle Sturmwarnung habe sie aber davon abgehalten. Sie haben die Hotelbuchung auf Koh Tao storniert und warten jetzt in einem leicht erhöhten Hotel darauf, dass der Sturm vorüber zieht.

Fähren und Flugzeuge sind keine im Einsatz

«Ich glaube, viele Touristen sind gestern schon abgereist», sagt Janine. Die Fähren würden bis mindestens Samstag überhaupt nicht fahren. Am Sonntag hoffen die beiden, weiter nach Koh Samui ziehen zu können. «Es ist schon ein heftiger Sturm und das schlimmste kommt erst» – die beiden Freundinnen werden die nächste Zeit im Zimmer bleiben. Viele würden sich aber nicht daran halten: «Trotz Warnungen sind viele am Strand.» Dies obwohl es heftig winde, regne und die Wellen dementsprechend hoch seien, erzählt Janine.

Nicht nur de Fährbetrieb ist eingestellt, auch viele Flüge fallen aus. Die Bangkok Airways haben per Twitter verkündet, dass alle Flüge von und nach Samui Airport wegen des starken Regens abgesagt wurden. Wie lange die Flugzeuge am Boden bleiben, ist derzeit unklar.

Eine offizielle Evakuierungsanordung gab es bisher nicht. Laut Schätzungen haben seit Silvester aber 30'000 bis 50'000 Menschen die Inseln verlassen. Der Tropensturm Pabuk bewegt sich mit bis zu 104 Stundenkilometern auf den Golf von Thailand zu. Der thailändische Wetterdienst warnte vor starkem Regen und bis zu sieben Meter hohen Wellen.

Janine und ihre Freundin hoffen, dass sie die Reise am Sonntag wie geplant fortsetzen und den Aufenthalt in Koh Samui geniessen können: «Wir haben uns unsere Ferien definitiv anders vorgestellt.»

Lara Abderhalden
Quelle: abl
veröffentlicht: 3. Januar 2019 14:56
aktualisiert: 3. Januar 2019 16:00