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Enthüllungsinterview

Harry redet nicht mehr mit Vater – Rassismusvorwürfe von Meghan

8. März 2021, 16:08 Uhr
In einem mit Spannung erwarteten Interview hat Herzogin Meghan von rassistischem Verhalten während ihrer Schwangerschaft mit Sohn Archie gesprochen.
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Quelle: CH Media Video Unit / CBS

Es habe Bedenken und Gespräche darüber gegeben, «wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird», sagte Meghan in dem Gespräch mit Moderatorin Oprah Winfrey. Dies sei aus Gesprächen der «Familie» mit ihrem Mann Prinz Harry hervorgegangenen. Genauer wollte Meghan sich allerdings nicht äussern, weil dies «sehr schädlich» für einige Personen wäre. Es sei aber wohl klar, dass ein braunes Baby ein Problem für den Palast gewesen wäre.

Das am Sonntagabend (Ortszeit) vom Sender CBS ausgestrahlte Gespräch ist das erste Interview von Meghan und Prinz Harry, seitdem das Paar vor einem Jahr seine royalen Pflichten aufgegeben hatte. Unterstützer Meghans hatten den Medien und auch dem Königshaus seither immer wieder eine Kampagne insbesondere gegen die Herzogin vorgeworfen. Dabei ging es auch um Anschuldigungen, die Ehefrau des Queen-Enkels Harry sei Rassismus ausgesetzt. Die Mutter der 39-Jährigen Amerikanerin ist schwarz.

Archie bekommt eine Schwester

Doch die gute Nachricht vorneweg: Das Glamour-Paar verkündet, dass Sohn Archie eine kleine Schwester bekommt. «Ein Junge und ein Mädchen. Was kann man mehr wollen? Unsere zwei Kinder, wir vier – das ist alles», sagt Harry.

Meghan beschreibt ihr tristes Leben am Hof. Sie sei einsam und isoliert gewesen und habe sich hilflos gefühlt. Unter Tränen erzählt Meghan, wie sie im März 2020 sich das Leben habe nehmen wollen. «Ich dachte, es würde die Situation für alle lösen.» Vom Palast sei ihr jegliche Hilfe verwehrt worden, doch Harry sei ihr zur Seite gestanden.

Harry und Charles reden nicht mehr miteinander

Auch Harry hatte so einiges zu enthüllen: Der Bruch mit seinem Vater Charles. Dieser habe aufgehört, seine Anrufe anzunehmen und ihn aufgefordert per Mail mit ihm zu kommunizieren. Dies sei zu jener Zeit gewesen, als sie aus der königlichen Familie austraten. Weiter sagt er: «Ich werde ihn immer lieben, aber es gab sehr viele Kränkungen.»

Auch mit Bruder William kam es zum Zerwürfnis, doch genauer ins Detail geht Harry nicht: «Wir sind auf verschiedenen Wegen.» Und: «Zeit heilt alle Wunden.» Er schluckt und fügt hinzu: «Hoffentlich.»

Das Paar bemühte sich sichtlich, nicht alle Brücken einzureissen. Harry nannte seine Grossmutter, die Queen, als Vorbild. Meghan lobte ihre Schwägerin, Prinz Williams Ehefrau Kate, als «gute Person» und widersprach damit Berichten über einen Bruch.

Er fühle sich im Stich gelassen, obwohl der Thronfolger ihn doch eigentlich verstehen müsse – eine klare Anspielung auf die Turbulenzen um seine Mutter Prinzessin Diana, die 1997 auf der Flucht vor Paparazzi bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

(sda/red.)

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. März 2021 04:20
aktualisiert: 8. März 2021 16:08