Herr Anus hat die Arschkarte gezogen

René Rödiger, 29. September 2018, 12:10 Uhr
Facebook/Luc Anus
Facebook/Luc Anus
Facebook hat die Seite des belgischen Politikers Luc Anus gesperrt. Dem Social-Network war der Name des 26-Jährigen zu «beleidigend und unangebracht».

Er kann doch auch nichts dafür: Luc Anus heisst wirklich so. Facebook ist das aber egal. Anus wurde vom Netzwerk ausgesperrt, sein Name sei «beleidigend und unangebracht». Das Problem: Anus will für die Sozialisten ins Parlament in Lobbes, einer Region im Westen Belgiens. Damit er jetzt trotzdem Werbung auf Facebook machen kann, änderte er auf dem Netzwerk seinen Namen in «Luc Anu», er hat also 25 Prozent seines Nachnamens geopfert.

Le 14 octobre prochain, nous serons appelés à choisir nos représentants communaux, c’est-à-dire nos relais directs avec...

Gepostet von Luc Anu am Montag, 24. September 2018

Alleine in Belgien leben derzeit 49 gemeldete Personen mit dem ungewöhnlichen Nachnamen. «Ich kann damit umgehen, dass ich gehänselt werde», sagt Luc Anus gegenüber sudinfo.be. Weniger Verständnis hat er für Facebook: «Die mögen mich offenbar einfach nicht.»

Anus könnte aus der ganzen Posse als lachender Gewinner hervorgehen. Schliesslich ist jede Publicity gute Publicity. Der 26-jährige Chauffeur hat bereits eine Art Kultstatus und wird von den Usern auf Facebook und den anderen Social-Networks gefeiert. Einen Witz mit «heisser Luft» und Politiker sparen wir uns hier.

Die Wahlen sind übrigens am 14. Oktober.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 29. September 2018 12:00
aktualisiert: 29. September 2018 12:10