China

Hongkong verlängert Beschränkungen um zwei Wochen

2. Juni 2020, 15:06 Uhr
Carrie Lam, Regierungschefin von Hongkong, während einer Pressekonferenz. Erstmals seit drei Jahrzehnten darf in Hongkong nicht der Opfer der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 in China gedacht werden.
© Keystone/AP/Vincent Yu
Hongkong hat das Verbot für Versammlungen von mehr als acht Menschen um zwei Wochen verlängert.

Im Kampf gegen das Coronavirus wurden auch die Beschränkungen für Einreisende aus dem Ausland bis Mitte September ausgedehnt, wie der öffentliche Radiosender RTHK am Dienstag berichtete.

Zuvor gab es in der chinesischen Sonderverwaltungszone mehrere neue Infektionsfälle. Insgesamt wurden bei mehr als 7,5 Millionen Einwohnern bisher 1093 Fälle gezählt.

Gesundheitsministerin Sophia Chan bestritt politische Motive hinter den Beschränkungen, die von prodemokratischen Aktivisten als Mittel der Regierung angesehen werden, Demonstrationen zu verhindern. So wurde erstmals seit drei Jahrzehnten die Gedenkfeier für die Opfer der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 an diesem Donnerstag wegen des Versammlungsverbots nicht genehmigt. Dazu hatten sich früher meist mehr als 100 000 Menschen versammelt.

Bis zum 18. Juni dürfen sich jetzt aber weiterhin nicht mehr als acht Leute versammeln. Das Einreiseverbot für Ausländer ohne Aufenthaltserlaubnis in Hongkong wurde bis 18. September verlängert. Ausgenommen sind Ausländer, die vorher mindestens 14 Tage in Festlandchina, Taiwan oder Macao waren. Für sie gelten - wie für heimkehrende Hongkonger - aber weiter 14 Tage Quarantäne.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Juni 2020 14:55
aktualisiert: 2. Juni 2020 15:06