Indonesien

Indonesiens Präsident besucht Katastrophengebiet – mehr als 160 Tote

9. April 2021, 10:46 Uhr
ndonesiens Präsident Joko Widodo bei dem Besuch eines Impfzentrums im März.
© Keystone/ZUMA Wire/Dicky Bisinglasi
Der indonesische Präsident Joko Widodo hat am Freitag die von verheerenden Sturzfluten und Erdrutschen verwüstete Provinz Ost-Nusa-Tenggara im Osten des Inselstaates besucht. Mindestens 165 Menschen sind nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde am vergangenen Wochenende ums Leben gekommen, nachdem der Zyklon «Seroja» mehrere Inseln heimgesucht hatte. Mehr als 45 würden noch immer vermisst, hiess es.

Nach seiner Ankunft in der Provinz flog Widodo mit einem Hubschrauber auf die Insel Lembata, wo Dutzende Menschen ums Leben gekommen waren, als nach heftigen Regenfällen eine Lawine aus Schlamm und Schutt vom Vulkan Lewotolo abgegangen war. Es sei wichtig, dass lokale Politiker Wetterentwicklungen überwachten, so dass sie die Bürger rechtzeitig vor Bedrohungen warnen könnten, sagte er.

Neben Lembata waren auch die Inseln Adonara und Alor schwer betroffen. Vielerorts bot sich ein Bild totaler Zerstörung. Auch in der angrenzenden Inselrepublik Osttimor starben durch die Unwetter mehr als zwei Dutzend Menschen, Tausende wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Besonders in der Regenzeit zwischen Oktober und April kommt es in Indonesien immer wieder zu schlimmen Naturkatastrophen. Das südostasiatische Land, der grösste Inselstaat der Welt, liegt zudem auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. April 2021 10:25
aktualisiert: 9. April 2021 10:46