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Grossbritannien

Johnson verteidigt Kurs von Kriegsschiff «HMS Defender»

24. Juni 2021, 15:41 Uhr
Der britische Premierminister Boris Johnson hat den Kurs eines britischen Kriegsschiffs durch umstrittene Gewässer vor der von Russland annektierten Halbinsel Krim verteidigt.
Boris Johnson (r), Premierminister von Großbritannien, in einem bewaffneten Militärfahrzeug einer neuen Infanterie-Einheit während eines Besuchs anlässlich der Woche der Streitkräfte. Foto: Daniel Leal-Olivas/PA Wire/dpa Foto: Daniel Leal-Olivas/PA Wire/dpa
© Keystone/PA Wire/Daniel Leal-Olivas

«Es war völlig angemessen, internationale Gewässer zu nutzen», sagte Johnson am Donnerstag bei einem Truppenbesuch in der südenglischen Stadt Aldershot. «Entscheidend ist doch, dass wir die russische Annexion der Krim nicht anerkenne, die Teil eines souveränen ukrainischen Territoriums ist.»

Die russische Küstenwache hatte den Zerstörer «HMS Defender» am Mittwoch nach Angaben aus Moskau mit Warnschüssen und Bombenabwürfen aus den eigenen Gewässern gedrängt. Britische Medienberichte stützen diese Angaben teilweise, betonen aber, das Schiff habe Kurs gehalten. Die Regierung in London spricht hingegen von einer russischen Militärübung, die nicht der «Defender» gegolten habe. Johnson wies Vorwürfe zurück, die Regierung verbreite Lügen über den Zwischenfall. Vielmehr binde Moskau allen einen Bären auf, sagte der Premier.

«Es war absolut richtig, das Gesetz zu verteidigen und die Freiheit der Schifffahrt durchzusetzen, in der Weise, wie wir es getan haben», sagte Johnson. Das Schiff habe die kürzeste Route zwischen zwei Punkten genommen, es handle sich zudem um ukrainische Gewässer. Indem sich Grossbritannien an Marinemanövern beteilige, trete das Land für seine Werte wie Demokratie, Menschenrechte, Gleichheit und Rechtssicherheit ein.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. Juni 2021 15:40
aktualisiert: 24. Juni 2021 15:41