Kein Leben in Fluss nach Dammbruch

1. März 2019, 15:03 Uhr
Ein Biologe der Umweltorganisation SOS Mata Atlantica mit einer Wasserprobe aus dem Fluss Paraopeba, dessen Leben durch den Dammbruch zerstört wurde.
Ein Biologe der Umweltorganisation SOS Mata Atlantica mit einer Wasserprobe aus dem Fluss Paraopeba, dessen Leben durch den Dammbruch zerstört wurde.
© Keystone/AP/ANDRE PENNER
Der Dammbruch an einer Eisenerzmine im Südosten Brasiliens mit mindestens 186 Toten hat einer Umweltorganisation zufolge auch das Leben im dort gelegenen Fluss Paraopeba vernichtet. Zudem seien durch den Dammbruch 112 Hektar Urwald zerstört worden.

In seinem Wasser befänden sich auf einer Länge von gut 300 Kilometern unter anderem Schwermetalle wie Kupfer in einer Menge, die weit über dem gesetzlich erlaubten Wert liegen, schreibt zumindest die nichtstaatliche Stiftung SOS Mata Atlântica nach einer Expedition mit entsprechenden Analysen in einem kürzlich vorgelegten Bericht.

Damit sei das Wasser nicht mehr nutzbar und ermögliche auch kein Leben für Tiere und Pflanzen. Der Damm an der Mine Córrego do Feijão des Konzerns Vale war am 25. Januar geborsten, rund zwölf Millionen Kubikmeter rötlichen Schlamms ergossen sich über die Stadt Brumadinho (Bundesstaat Minas Gerais) und Teile angrenzender Siedlungen.

Der Zivilschutz von Minas Gerais setzte am Donnerstag die Zahl der offiziell bestätigten Toten auf 186 hoch, weitere 122 Menschen gelten mehr als einen Monat nach der Tragödie als vermisst. Die brasilianische Justiz ermittelt.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 1. März 2019 14:43
aktualisiert: 1. März 2019 15:03