Krimineller rosa Hase gesucht

Leila Akbarzada, 8. August 2017, 08:04 Uhr
In Stockach (D) wird ein rosa Hase gesucht (Symbolbild).
In Stockach (D) wird ein rosa Hase gesucht (Symbolbild).
© iStock
Eine Polizeimeldung der kuriosen Art: Das Polizeipräsidium Konstanz sucht nach einem rosa Hasen. Dieser hat den Verkehr gefährdet, indem er Fahrer erschreckt hat. Noch tappt die Polizei im Dunkeln.

«Wir haben nicht so oft Meldungen über rosa Hasen», sagt Bernd Schmidt vom Polizeipräsidium Konstanz und lacht. Doch es sei im Grunde überhaupt nicht lustig. Denn es hätte böse enden können.

Am Montag gegen 01:00 Uhr in der Früh ist ein Mann zwischen Stockach und Zoznegg in der Nähe von Überlingen, verkleidet mit einem rosa Ganzkörper-Hasenkostüm, plötzlich aus einem Maisfeld auf die Fahrbahn gesprungen. Ein Autolenker erschreckte sich durch das plötzliche Auftauchen des «Hasen», machte deshalb eine heftige Lenk- und Ausweichbewegung mit seinem Fahrzeug nach links und brachte sein Auto nach rund 100 Metern zum Stillstand.

Mit Wäschekorb und Teddybär unterwegs

«Das hätte auch zu einem Unfall führen können», sagt Schmidt. Nachdem der Autofahrer ausgestiegen war, rannte der «rosa Hase», der in einem Wäschekorb einen grossen Teddybären mitgeführt hatte, in das angrenzende Maisfeld und flüchtete. «Der Mann trug den Wäschekorb offenbar vor sich her», sagt Schmidt. In der Nähe konnten von den Zeugen noch zwei weitere, dunkel gekleidete Personen gesehen werden, die ebenfalls die Flucht ergriffen.

Schlechter Scherz

«Es war wohl als Scherz gedacht, es kann aber alles Mögliche dahinterstecken», sagt Schmidt. Der Vorfall hätte zu schwerwiegenden Folgen führen können. Deshalb ermittelt die Polizei wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Strassenverkehr gegen Unbekannt. «Diese Aktion wird so behandelt wie wenn jemand einen gefährdenden Gegenstand auf die Strasse legt. Das ist eine massive Straftat und kann zu einer Geld- oder sogar Haftstrafe führen», sagt der Beamte.

Die Polizei hofft auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. «Vielleicht kennt ja jemand die Truppe rund um den rosa Hasen», hofft Schmidt.

Leila Akbarzada
Quelle: red.
veröffentlicht: 8. August 2017 08:04
aktualisiert: 8. August 2017 08:04