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Lawrow zum Ostukraine-Konflikt: Berlin und Paris müssen handeln

6. April 2021, 16:13 Uhr
HANDOUT - Der russische Außenminister Sergej Lawrow nimmt an einer Unterzeichnungszeremonie teil. Foto: -/Russian Foreign Ministry Press Service/AP/dpa
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Angesichts neuer Spannungen in der Ostukraine hat Russlands Aussenminister Sergej Lawrow Deutschland und Frankreich aufgefordert, die Regierung in Kiew «zur Besinnung» zu bringen.

Es gebe «keine energischen Handlungen seitens unserer französischen und deutschen Kollegen, um die ukrainische Seite zur Vernunft zu bringen», sagte Lawrow am Dienstag bei einem Besuch in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi. Berlin und Paris ringen seit Jahren gemeinsam mit Moskau um eine friedliche Lösung des Konflikts.

Zugleich kritisierte Lawrow angesichts von Berichten über ukrainische Truppenaufmärsche am Donbass die Reaktionen des Westens dazu als «enttäuschend». «Allem Anschein nach gehen unsere westlichen Kollegen immer noch davon aus, die ukrainischen Behörden auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen, auch bei absolut inakzeptablen Handlungen und Äusserungen», sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Trotz einer Waffenruhe sind allein seit Jahresbeginn mehr als 40 Menschen im Donbass im Osten der Ukraine getötet worden. International wächst die Sorge, dass der Konflikt eskalieren könnte.

Seit etwa sieben Jahren werden Teile der Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze von durch Russland unterstützte Rebellen kontrolliert. Bei den blutigen Kämpfen mit Regierungstruppen sind UN-Schätzungen zufolge mehr als 13 000 Menschen getötet worden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 6. April 2021 16:10
aktualisiert: 6. April 2021 16:13