Löwen, Tiger und Jaguar wieder eingefangen

René Rödiger, 1. Juni 2018, 15:31 Uhr
Ein Löwe erwartet man nicht gerade in einer deutschen Stadt.
Ein Löwe erwartet man nicht gerade in einer deutschen Stadt.
© iStock/Symbolbild
Wegen eines Unwetters konnten in einem Zoo in Lünebach fünf Raubkatzen ausbrechen. Mittlerweile wurden sie gefunden - dank einer Drohne.

Zwei Löwen, zwei Tiger, ein Jaguar und ein Bär aus einem Zoo in Rheinland-Pfalz suchten das Weite. Abhauen konnten sie vermutlich wegen eines Unwetters. Ein Fluss trat über die Ufer und hatte die Zäune unterspült.

Fünf Tiere konnten mithilfe einer Drohne gefunden werden. Die Tiere befanden sich noch immer auf dem Gelände des Zoos. Mittlerweile sollen sie wieder in ihrem Gehege sein. Der Bär wurde zuvor erschossen.

Zwischenzeitlich war nicht klar, wo die Tiere sind und die Bevölkerung wurde aufgefordert in den Wohnungen zu bleiben. Die Tiere wurden mit einem Grossaufgebot gesucht.

Es war nicht das erste Mal, dass gefährliche Tiere in einem deutschen Zoo abhauten. Im Jahr 2016 waren im Leipziger Zoo zwei Löwen aus ihrem Gehege ausgebrochen. Der Zoo war noch geschlossen. Ein Löwe wurde erschossen, der andere konnte ins Gehege zurückgedrängt werden.

Über die Region war in der Nacht zum Freitag ein heftiges Unwetter gezogen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin in Trier wurden die Gehege des Eifel-Zoos überschwemmt und teilweise unterspült. Dadurch seien zum Teil auch Zäune «durchlässig» gewesen.

Der Eifel-Zoo in Lünebach beherbergt nach eigenen Angaben rund 60 exotische und einheimische Tierarten und insgesamt rund 400 Tiere auf 30 Hektar, darunter Sibirische Tiger und afrikanische Löwen.

Der Kölner Kaufmann Hans Wallpott erwarb 1965 Teile des heutigen Zoogeländes, das früher zur Fischzucht diente. Mit den Jahren wurde der Zoo ausgebaut und erweitert. Bis heutig ist der Eifel-Zoo im Besitz der Familie Wallpott.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 1. Juni 2018 12:46
aktualisiert: 1. Juni 2018 15:31