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Frankreich

Macron sagt Bandenkriegen und Sozialproblemen Marseilles Kampf an

2. September 2021, 15:48 Uhr
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will der Hafenstadt Marseille angesichts blutiger Bandenkriege und sozialer Probleme mit einer enormen Finanzspritze auf die Beine helfen.
ARCHIV - Zahlreiche Boote liegen im alten Hafen («Vieux Port») vor Anker. Er ist der älteste Hafen Marseilles und historisches und kulturelles Zentrum der Stadt. Frankreichs Präsident Macron will Marseille finanziell unterstützen. Foto: Arne Dedert/dpa
© Keystone/dpa/Arne Dedert

Der «Marseille-Plan», den Macron am Donnerstag während eines dreitägigen Besuchs in Frankreichs zweitgrösster Stadt vorstellen wollte, umfasst Investitionszusagen von Hunderten Millionen Euro in Schulen, Städtebau und Sicherheit. In den verarmten Hochhausvierteln haben Abrechnungen im Drogenmilieu dieses Jahr bereits 15 Menschen das Leben gekostet. Eine Welle der Empörung von Politikern und Bewohnern, die in Trauermärschen für die teils noch jugendlichen Toten durch die Strassen zogen, ging Macrons Vorstoss voran.

Brutale Kämpfe um Drogengeschäfte sowie desolate Lebensbedingungen in den heruntergekommenen Vierteln am Stadtrand machen der Mittelmeermetropole bereits seit Jahren zu schaffen. Ebenso lange bemühen sich Politik und Polizei ohne nachhaltigen Erfolg, der Gewalt Herr zu werden und die Lage der Menschen in den sogenannten Cités zu verbessern.

Bei seiner Ankunft am Mittwochnachmittag war Macron in einem der betroffenen Viertel von einer Menschenmenge empfangen worden. Später setzte er sich auch mit Bewohnern zusammen. Nach der Verstärkung der Polizei um 100 Kräfte im laufenden Jahr sollen im kommenden Jahr 200 weitere Beamte dazukommen, sicherte der Präsident beim Besuch einer Polizeiwache zu.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. September 2021 15:42
aktualisiert: 2. September 2021 15:48