Macron stellt sich Bürgermeistern in Pariser Vorstadt

5. Februar 2019, 06:37 Uhr
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Dialog über die Ausgestaltung der Sozialpolitik seines Landes mit Bürgermeistern aufgenommen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Dialog über die Ausgestaltung der Sozialpolitik seines Landes mit Bürgermeistern aufgenommen.
© KEYSTONE/EPA AFP POOL/LUDOVIC MARIN / POOL
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich im Rahmen seiner «Nationalen Debatte» erneut Fragen und Kritik von Bürgermeistern des Landes gestellt. «Was ich von Ihnen erwarte, ist, dass wir einen wirklichen Austausch haben können.»

Dies sagte Macron am Montag in Evry-Courcouronnes, einer Gemeinde südlich der französischen Hauptstadt im Grossraum Paris.

«Es gibt kein Tabu», betonte Macron vor den mehr als 200 Bürgermeistern und Verbandsvertretern. Ein wichtiges Thema war etwa der geplante Wegfall staatlich geförderter Arbeitsplätze. Macron versprach, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Der Präsident hatte die «Nationale Debatte» zur Beruhigung der «Gelbwesten»-Krise ins Leben gerufen. Es war Macrons erste Reise in die Pariser Vorstädte im Rahmen der Debatte. «Ich bin sicher, Sie werden mir zuhören, denn mein Name ist Brigitte», scherzte eine Bürgermeisterin mit Bezug auf Macrons Ehefrau Brigitte.

Vor dem Gemeindezentrum protestierten etwa zwei Dutzend «Gelbwesten». In dem kleinen Ort wurden Strassensperren errichtet, schwer bewaffnete Sicherheitskräfte waren im Einsatz. «Im Namen der Menschenwürde haben wir gesagt: »Genug«», stand auf dem Plakat einer kleinen Gruppe.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 5. Februar 2019 04:01
aktualisiert: 5. Februar 2019 06:37