Maduro weist europäisches Ultimatum zurück

4. Februar 2019, 08:28 Uhr
Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro will sich keinem ausländischen Einfluss auf sein Land beugen und wies ein Ultimatum mehrerer EU-Staaten verstreichen. (Archivbild)
Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro will sich keinem ausländischen Einfluss auf sein Land beugen und wies ein Ultimatum mehrerer EU-Staaten verstreichen. (Archivbild)
© KEYSTONE/EPA PRENSA MIRAFLORES/PRENSA MIRAFLORES HANDOUT
Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat ein Ultimatum mehrerer EU-Staaten unmittelbar vor Verstreichen der Frist zurückgewiesen. Maduro sagte am Sonntag dem spanischen Sender La Sexta, er werde angesichts des Drucks keine Feigheit an den Tag legen.

«Sie versuchen uns mit Ultimaten in die Enge zu treiben, damit wir gezwungen sind, zu einer Extremsituation der Konfrontation zu gehen», führte Maduro weiter aus.

Mehrere EU-Staaten hatten Maduro Zeit bis Mitternacht gegeben, neue Präsidentschaftswahlen anzusetzen - andernfalls wollen sie seinen Rivalen Juan Guaidó als Interimspräsidenten anerkennen.

Maduro hatte am Wochenende vor seinen Anhängern eine vorgezogene Neuwahl des Parlaments noch in diesem Jahr angekündigt. Die Forderung der EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Spanien, Niederlande, Österreich und Portugal erfüllte er damit aber ebenso wenig wie diejenigen der venezolanischen Opposition. Diese bestehen darauf, dass so bald wie möglich ein neuer venezolanischer Staatschef gewählt wird.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 4. Februar 2019 00:36
aktualisiert: 4. Februar 2019 08:28