Männer in Kambodscha wegen Raubs von Buddha-Reliquien verurteilt

27. August 2015, 10:39 Uhr
Blick auf eine Buddha-Statue in Thailand. Die verurteilten Männer hatten in Kambodscha Buddha-Reliquien geraubt (Symbolbild)
Blick auf eine Buddha-Statue in Thailand. Die verurteilten Männer hatten in Kambodscha Buddha-Reliquien geraubt (Symbolbild)
© /EPA/DIEGO AZUBEL
Wegen des Diebstahls von Buddha-Reliquien sind fünf Männer in Kambodscha zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten müssen jeweils für sieben Jahre ins Gefängnis, wie ein Gericht in der Provinz Kandal am Donnerstag entschied.

Nach Überzeugung der Richter hatten die Männer in der früheren Königsstadt Udong eine goldene Urne gestohlen, in der sich Haare, Zähne und Knochen von Buddha befinden sollen. Das Verschwinden der Urne sowie mehrerer kleiner Buddha-Statuen Ende 2013 hatte eine landesweite Suche ausgelöst.

Im Februar 2014 fanden die Behörden die Urne in einem Haus in der südlichen Provinz Takeo, rund 130 Kilometer von Udong entfernt. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen. Vier der nun Verurteilten waren Wächter des Schreins. Ein sechster Angeklagter wurde freigesprochen.

Die Reliquien sollen in den 50er Jahren von Sri Lanka nach Kambodscha gebracht worden sein, um den 2500. Geburtstag von Buddha zu feiern. 2002 liess der damalige König Norodom Sihanouk die Reliquien von der Hauptstadt Phnom Penh nach Udong bringen. An der Zeremonie nahmen zehntausende Menschen teil.

Gautama Siddharta, der später als Buddha oder als der Erleuchtete bezeichnet wurde, wurde um 500 vor Christus im Süden Nepals geboren. Er begründete die Weltreligion des Buddhismus.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 27. August 2015 10:39
aktualisiert: 27. August 2015 10:39