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Italien

Mehr als 500 Bootsmigranten vor kalabrischer Küste gerettet

14. November 2021, 17:27 Uhr
Die italienischen Behörden haben vor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien mehr als 500 Bootsmigranten gerettet. In der Nacht zu Sonntag seien rund 300 Ägypter und Syrer mit einem Fischerboot der rauen See ausgeliefert gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Küstenwache brachte die Menschen demnach in Sicherheit und legte mit ihnen im Hafen von Roccella Ionica an, wo sie in einem Aufnahmezentrum weiter versorgt wurden. Am späten Sonntagmorgen rettete die Finanzpolizei ein weiteres Boot mit mehr als 200 Männern und unbegleiteten Minderjährigen, die überwiegend aus Ägypten und Syrien stammten.
Mehr als 250 junge Männer und Jungen, die meisten von ihnen aus Ägypten, konnten von der italienischen Küstenwache in der Nacht gerettet werden. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa
© Keystone/AP/Alessandra Tarantino

In der Küstengegend um Roccella Ionica an der italienischen Stiefelspitze kamen zuletzt immer wieder Migranten in Booten an. In den Medien war bereits vom «neuen Lampedusa» die Rede. Die Menschen legen meist von den Küsten Nordafrikas ab und wollen nach Italien, um die EU zu erreichen, weil sie dort mit einem besseren Leben rechnen. In diesem Jahr erreichten Stand Freitag bislang rund 57 800 Migranten in Booten das Mittelmeerland. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es etwa 31 200.

Italiens Regierung fordert immer wieder Hilfe von der EU bei der Verteilung der Migranten. Nur ein winziger Bruchteil von ihnen kam in diesem Jahr in andere Mitgliedsstaaten, wie die Zeitung «La Repubblica» am Freitag berichtet hatte.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. November 2021 17:25
aktualisiert: 14. November 2021 17:27