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«Metaverse»

Mehr als Games und Pornos: Zuckerbergs feuchter Sci-Fi-Traum

Muhammed Keskin, 26. Oktober 2021, 22:03 Uhr
Facebook-Chef Mark Zuckerberg will eine virtuelle Welt schaffen und direkt in unsere Wahrnehmung eingreifen. Was das für Gefahren mit sich bringt.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will das Internet revolutionieren.
© KEYSTONE/AP/Trent Nelson

Das Internet soll sich weiterentwickeln, ein Gesicht bekommen und mehr mit der Realität vermischen. Als würde man sich selbst in ein Rollenspiel stecken und ein Doppelleben führen. Zuckerbergs Pläne eines «Metaverse» klingen nach Science-Fiction, doch das hält den 37-jährigen Mogul nicht davon ab, viel Geld reinzustecken. Rund 10'000 Jobs werden in Europa dafür ausgeschrieben. Mit einem Rebranding soll die Reise ins Metaversum starten.

Facebook orientiert sich neu

Nächste Woche soll Facebook zudem einen neuen Namen bekommen (FM1Today berichtete). Laut Gerüchten könnte Facebook bald «Meta» heissen.

Kürzlich warf eine Whistleblowerin Facebook vor, der Tech-Konzern unternehme zu wenig gegen schädliche Inhalte. Zuckerberg versuche im Deckmantel der Umstrukturierung, die Enthüllung zu verbergen, so seine Kritiker. Doch schon lange vor den Vorwürfen träumte Zucker von einer digitalen Parallelwelt, von einem neuen Internet – von einer Dystopie?

Technologie für Pornos und Games

2014 übernahm Zuckerberg das Virtual-Reality-Start-up «Oculus». Schon damals hätte das Web «gefühlt» werden sollen, prophezeite die Tech-Welt. Doch die Cyberbrille wurde höchstens für Pornos missbraucht oder für Games aufgesetzt. Die Technologie war wohl noch nicht so weit – jetzt will der Facebook-Chef einen zweiten Anlauf wagen.

Neben VR investiert Facebook auch in AR, Augmented Reality. Kleider digital anprobieren, die Wohnung dekorieren oder Dinosaurier ins Wohnzimmer holen. Die Technik versucht seit Jahren, die Realität aufzuholen. Facebook will da Vorreiter werden.

Datenschutz ade!

Was für Facebook schliesslich herausspringt: noch mehr Daten. Zu befürchten wäre der gläserne Mensch als wandelnde Überwachungskamera. Alles, was wir sehen würden, sehen wir durch die Augen von Facebook. Wie die Welt aus Sicht von Facebook dann am Ende aussehen soll, ist noch nicht klar. Doch Zuckerberg dürfte bald seinen innigen Wunsch mit der Welt teilen, spätestens nächste Woche, wenn angeblich der neue Facebook-Name gelüftet wird.

(kmu)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 26. Oktober 2021 11:02
aktualisiert: 26. Oktober 2021 22:03