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Mehrere Todesopfer bei Flugzeugbrand befürchtet

Fabienne Engbers, 5. Mai 2019, 20:47 Uhr
Das Flugzeug steht in Vollbrand.
© Twitter/breakinglv
Beim Brand einer russischen Passagiermaschine am grössten Moskauer Flughafen sind mindestens ein Fluggast getötet und vier weitere Menschen verletzt worden. Das bestätigte das staatliche Ermittlungskomitee am Sonntag in der russischen Hauptstadt.

Unbestätigten Medienberichten zufolge gibt es aber vermutlich mehr als ein Dutzend Todesopfer. An Bord waren demnach mehr als 70 Menschen.

Maschine fing nach Start Feuer

Die Aeroflot-Maschine des Typs Suchoi Superjet-100 fing auf dem Weg nach Murmansk kurz nach dem Start am Sonntagabend in Moskau Feuer. Ein Fluggast habe den Brand bemerkt und die Crew alarmiert, meldeten russische Agenturen. Daraufhin habe der Pilot beschlossen, wieder zum Startflughafen Scheremetjewo im Norden der Hauptstadt zurückzukehren.

Auf Bildern war zu sehen, wie das russische Flugzeug auf dem Rollfeld in Flammen fuhr und von einer riesigen schwarzen Rauchwolke bedeckt war. Der Flughafen und der Zivilschutz bestätigten am Sonntag, das Feuer sei schnell gelöscht worden.

Flugzeug über Notrutschen verlassen

Zahlreiche Passagiere hätten das Flugzeug über Notrutschen verlassen, teilte Aeroflot mit. Man suche im Inneren aber noch nach weiteren Fluggästen.

Technischer Defekt ist möglicherweise Brandursache

Die Ursache für den Brand war vorerst nicht klar. Die Gesellschaft bestätigte, dass der Motor des Flugzeuges aus technischen Gründen Feuer gefangen habe. Medien berichteten auch, dass der Superjet bei einem Gewitter vom Blitz getroffen worden sein könnte.

Regierungschef Dmitri Medwedew ordnete noch am Abend an, dass eine Sonderkommission den Vorfall untersuchen und den Opfern alle notwendige Hilfe zukommen lassen werde. Zunächst wurden einige Maschinen auf andere Moskauer Flughäfen umgeleitet.

Die Suchoi Superjet-100 ist die erste Neuentwicklung des russischen Flugzeugbaus nach dem Ende der Sowjetunion, der Kurzstreckenflieger ist seit 2011 zugelassen. Die staatliche Fluggesellschaft Aeroflot hatte erst im vergangenen Herbst den Kauf von weiteren 100 Jets des Typs angekündigt.

Fabienne Engbers
Quelle: SDA/red.
veröffentlicht: 5. Mai 2019 18:23
aktualisiert: 5. Mai 2019 20:47