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Grossbritannien

Mehrere Tote bei Gewalttat in Plymouth – kein Terrorverdacht

13. August 2021, 06:27 Uhr
Bei einem gewaltsamen Vorfall in der südenglischen Stadt Plymouth sind nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen.
Polizeibeamte errichten eine Sperre in der Royal Navy Avenue in der Nähe eines Tatorts in der Gegend von Keyham.
© Keystone/PA Wire/Ben Birchall

«Es hat einige Todesopfer gegeben und mehrere andere Verletzte werden vor Ort behandelt», schrieb die Devon and Cornwall Police in einer Mitteilung. Die britische Nachrichtenagentur PA und die «Times» berichteten unter Berufung auf nicht-genannte Quellen von bis zu sechs Toten. Der Zeitung zufolge könnte auch ein kleines Mädchen zu den Opfern gehören. Die Polizei stufe den Vorfall jedoch nicht als terroristische Tat ein, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Man sei am frühen Abend zu einem «ernsthaften Vorfall mit Schusswaffen» gerufen worden, hiess es weiter in der Mitteilung. Die Polizei nahm jedoch an, die Situation mittlerweile unter Kontrolle zu haben. Das betroffene Gebiet im Stadtteil Keyham sei abgesperrt worden und solle gemieden werden. Nach einem Bericht des Senders Sky News soll ein beteiligter Angreifer erschossen worden sein. Über die genaue Anzahl der Opfer oder die Hintergründe der Taten waren zunächst keine Details bekannt.

Eine Augenzeugin, die in der Nähe des Tatorts wohnt, berichtete der BBC von etlichen Schüssen. Ein Angreifer habe die Tür eines Hauses eingetreten und angefangen zu schiessen. Danach habe er draussen weiter um sich geschossen. Sowohl Polizei als auch Rettungshelfer waren am frühen Abend in der Region mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Ein BBC-Reporter vor Ort berichtete von unzähligen Einsatzwagen und Hubschraubern.

Die britische Innenministerin Priti Patel sprach den Betroffenen der Gewalttaten ihr Mitgefühl aus und rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. «Der Vorfall in Plymouth ist schockierend und meine Gedanken sind bei den Betroffenen», schrieb Patel am Donnerstagabend auf Twitter. Auch Oppositionsführer Keir Starmer sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus. Örtliche Abgeordnete riefen die Anwohner auf, keine Bilder oder Spekulationen in den sozialen Medien zu teilen.

Der örtliche Labour-Abgeordnete Luke Pollard versicherte auf Twitter, die Schiesserei sei vorbei. Er habe mit der Polizei gesprochen, die ihm dies bestätigt habe. Einige Opfer würden noch behandelt. «Bitte bleibt in Sicherheit, umarmt eure Lieben und behaltet die Opfer in euren Gedanken», schrieb Pollard.

Quelle: sda
veröffentlicht: 13. August 2021 01:51
aktualisiert: 13. August 2021 06:27