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Uno

Nationale Pläne zu fossilen Brennstoffen torpedieren 1,5-Grad-Ziel

20. Oktober 2021, 06:55 Uhr
Die nationalen Pläne zur Förderung von fossilen Brennstoffen sind laut einem Uno-Bericht immer noch nicht mit den im Pariser Abkommen festgeschriebenen Klimazielen vereinbar.
Nationale Ziele zur Förderung von fossilen Brennstoffen unterlaufen nach Ansicht des Uno-Umweltprogramms die Klimaziele. (Archivbild)
© KEYSTONE/EPA/CHRISTOS BLETSOS

Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht des Uno-Umweltprogramms (Unep) kommt zum Ergebnis, dass die Unterzeichnerstaaten des Abkommens in diesem Jahrzehnt mehr als doppelt so viel Kohle, Gas und Öl fördern wollen wie eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad eigentlich zuliesse.

«Die Forschungsergebnisse sind eindeutig: Die Produktion von Kohle, Öl und Gas muss sofort stark sinken, um die langfristige Erwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken», sagte die Hauptautorin des Berichts, Ploy Achakulwisut vom Stockholmer Umweltinstitut (SEI).

«Nichtsdestotrotz planen die Regierungen mit Produktionsmengen, die gewaltig über dem liegen, was wir sicher verbrennen können.» Laut der Forscherin wollen die Regierungen bis 2030 rund 240 Prozent mehr Kohle, 57 Prozent mehr Öl und 71 Prozent mehr Erdgas fördern als mit dem 1,5-Grad-Ziel vereinbar wäre.

Das Pariser Abkommen von 2015 sieht eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf weniger als zwei, besser noch 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Ab Ende Oktober verhandeln die Regierungen auf der Weltklimakonferenz darüber, wie sie dieses Ziel konkret einhalten können.

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. Oktober 2021 06:45
aktualisiert: 20. Oktober 2021 06:55