Neuer Vorwurf gegen Kavanaugh

24. September 2018, 06:44 Uhr
Trumps Supreme-Court-Richterkandiat Brett Kavanaugh befindet sich in einer Schlammschlacht wegen mutmasslichen sexuellen Fehlverhaltens während seiner Studienzeit. (Archivbild)
Trumps Supreme-Court-Richterkandiat Brett Kavanaugh befindet sich in einer Schlammschlacht wegen mutmasslichen sexuellen Fehlverhaltens während seiner Studienzeit. (Archivbild)
© KEYSTONE/AP/MANUEL BALCE CENETA
Die Demokraten im US-Senat untersuchen einem Medienbericht zufolge einen neuen Vorwurf wegen sexuellen Fehlverhaltens gegen US-Richterkandidat Brett Kavanaugh. Eine Frau der Elite-Uni Yale warf ihm Nötigung vor. Er dementierte den mutmasslichen Vorfall.

Der Wunschkandidat von US-Präsident Donald Trump habe sich während einer Feier an der Elite-Universität Yale vor einer Frau entblösst und sie genötigt, seine Genitalien zu berühren, berichtete der «New Yorker» am Sonntag. Kavanaugh dementierte die neuen Anschuldigungen.

Die heute 53-jährige Deborah Ramirez sagte der Zeitung, Kavanaugh habe ihr während der College-Party in den 80ern sein Geschlechtsteil ins Gesicht gestreckt. Der Kandidat für den vakanten Posten am obersten Gericht der USA sprach von einer «Schmutzkampagne, schlicht und einfach». «Die Menschen, die mich damals kannten, wissen, dass dies nicht passiert ist», sagte er in einer vom «New Yorker» veröffentlichten Stellungnahme.

Ramirez ist die zweite Frau, die Kavanaugh öffentlich einen sexuellen Übergriff vorwirft. Die Professorin Christine Blasey Ford wirft dem Juristen vor, er habe sie bei einer Party zu vergewaltigen versucht. Am Donnerstag soll sie vor dem Justizausschuss des US-Senats angehört werden.

Trump hatte den erzkonservativen Richter Kavanaugh für den Posten am Supreme Court vorgeschlagen. Der US-Senat muss der Nominierung zustimmen. Durch die Vorwürfe Fords zieht sich Nominierungsprozedur nun länger hin als geplant. Der Justizausschuss hat darüber zu entscheiden, ob die Personalie für das endgültige Bestätigungsvotum an das Plenum weitergereicht wird.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 24. September 2018 03:04
aktualisiert: 24. September 2018 06:44