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Neuseeland

Neuseeland erinnert ein Jahr nach Vulkanausbruch an Todesopfer

9. Dezember 2020, 09:50 Uhr
Am Jahrestag des verheerenden Vulkanausbruchs in Neuseeland mit 22 Toten hat das Land bei einer Gedenkfeier an die Opfer erinnert. Ministerpräsidentin Jacinda Ardern sprach am Mittwoch in einer Rede von einem «ausserordentlich herausfordernden Ereignis».
Jacinda Ardern 2.v.r), Premierministerin von Neuseeland, nimmt an einem Gottesdienst anlässlich des ersten Jahrestages nach dem verheerenden Vulkanausbruch in Neuseeland mit 22 Toten teil. Foto: Andrew Warner/NZME/dpa
© Keystone/NZME/Andrew Warner

Sie dankte all denen, die sich in Gefahr begeben hätten, um den Menschen auf der Insel White Island zu helfen. «Die Auswirkungen dieses Ausbruchs waren hier bei uns zu spüren, aber auch im Ausland. Die meisten Menschen auf der Insel an diesem Tag waren Besucher.»

Der Vulkan Whakaari war am 9. Dezember 2019 ausgebrochen, als sich 47 Touristen auf der kleinen Insel vor der neuseeländischen Nordinsel aufhielten. Unter ihnen waren vier Deutsche sowie Besucher aus Australien, China, Malaysia, den USA und Grossbritannien. Im November war bekannt geworden, dass ein deutscher Tourist im Juli an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben ist. 25 Menschen waren bei der Eruption verletzt worden.

Die Gedenkfeier wurde live im Fernsehen übertragen. Wegen der Corona-Pandemie musste sie zunächst in kleinem Rahmen stattfinden. Angehörige der Opfer und Überlebende hatten Videobotschaften geschickt.

Der Feuerberg war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv gewesen, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Touristen hin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet.

Erst vor wenigen Tagen hat die örtliche Arbeitsschutzbehörde Anzeige gegen zehn Reiseveranstalter und drei Personen erstattet. Bei einer Untersuchung war festgestellt worden, dass die Organisatoren von Touren nach White Island den gesetzlichen Sicherheitsverpflichtungen nicht nachgekommen sein sollen.

Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Es war der erste tödliche Ausbruch des 320 Meter hohen Feuerbergs seit 1914. Damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Dezember 2020 10:16
aktualisiert: 9. Dezember 2020 09:50