Buschbrände

Noch keine Entwarnung bei Bränden in Kalifornien

1. November 2019, 17:30 Uhr
In Kalifornien werden im Bezirk Sonoma im Kampf gegen Buschbrände auch Häftlinge als Feuerwehrleute eingesetzt.
© KEYSTONE/FR34727 AP/NOAH BERGER
Nach tagelangem Einsatz der Feuerwehren in Kalifornien gibt es trotz einer Entspannung der Lage noch keine Entwarnung. Im Süden des Bundesstaates herrsche weiterhin trockenes Wetter, bei dem leicht neues Feuer entstehen könne.

Für die Region um Los Angeles gelte noch immer die Warnstufe Rot, warnte das amerikanische "Storm Prediction Center" am Freitag. Das grösste Buschfeuer im US-Westküstenstaat ist dabei zu fast zwei Dritteln unter Kontrolle.

Der sogenannte "Kincade"-Brand nördlich von San Francisco im Bezirk Sonoma County habe seit voriger Woche 141 Wohnhäuser zerstört, gaben die Behörden am Donnerstag (Ortszeit) bekannt. Knapp 5800 Menschen durften immer noch nicht in ihre Häuser zurückkehren.

Zeitweise hatten 180'000 Anwohner die bedrohten Gebiete verlassen müssen. Die Flammen breiteten sich auf eine Fläche von mehr als 310 Quadratkilometern aus. Todesopfer gab es aber nicht.

Bei abschwächenden Winden machten auch die Einsatzteams nahe Los Angeles Fortschritte bei ihren Löscharbeiten an mehreren Feuerfronten. Im Raum San Bernardino östlich von Los Angeles kämpften am Donnerstag rund 500 Feuerwehrleute gegen Flammen an, die in der Nacht ausgebrochen waren. Mindestens sechs Häuser brannten ab. Die Ursache für das Feuer war nicht bekannt.

Nach tagelangen Stromabschaltungen waren am Donnerstag in Nordkalifornien immer noch mehr als 36'000 Haushalte im Dunkeln. Die vorbeugenden Blackouts hatten zeitweise knapp eine Million Haushalte und Unternehmen betroffen. Bei starken Winden droht Gefahr, dass Strommasten umstürzen oder Äste Leitungen abreissen und so Feuer auslösen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. November 2019 17:11
aktualisiert: 1. November 2019 17:30