Nordkoreas Waffentest «Warnung» an südkoreanische «Kriegstreiber»

26. Juli 2019, 06:18 Uhr
Wollte offenbar mit weiteren Raketentests Südkorea warnen: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. (Archivbild)
Wollte offenbar mit weiteren Raketentests Südkorea warnen: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. (Archivbild)
© KEYSTONE/AP/AHN YOUNG-JOON
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat den international scharf kritisierten Raketentest vom Donnerstag laut Staatsmedien persönlich beaufsichtigt. Der Waffentest sei eine «Warnung» an die südkoreanischen «Kriegstreiber» gewesen.

Kim habe das Abfeuern der «neuartigen taktischen Lenkwaffe» persönlich «organisiert und angeleitet», schrieb die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. Nordkorea hatte am Donnerstag zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Die Raketen flogen mehrere hundert Kilometer weit und stürzten dann ins Meer. Der Waffentest wurde international verurteilt.

Das deutsche Auswärtige Amt erklärte, jeder ballistische Raketentest stelle einen «schwerwiegenden Verstoss» gegen die Verpflichtungen Nordkoreas aus Uno-Resolutionen dar. Er stärke zudem die «Zweifel an der Bereitschaft Pjöngjangs zur Aufgabe seines ballistischen Raketen- und Nuklearwaffenprogramms». Nordkorea müsse «jede Provokation» unterlassen und «konkrete und glaubwürdige Schritte hin zur kompletten, verifizierbaren und irreversiblen Denuklearisierung» unternehmen.

Auch das US-Aussenministerium forderte ein Ende der «Provokationen». Aussenamtssprecherin Morgan Ortagus bekräftigte zugleich den Willen der USA, den Atomkonflikt mit Nordkorea auf diplomatischem Wege zu lösen.

Der Waffentest war inmitten des Ringens um eine Wiederaufnahme der Atomgespräche zwischen Pjöngjang und Washington und vor geplanten Militärübungen der USA mit Südkorea erfolgt. Nordkorea hatte zuletzt Anfang Mai zwei Kurzstreckenraketen getestet.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 26. Juli 2019 00:44
aktualisiert: 26. Juli 2019 06:18