Obama unterstreicht in Athen Demokratie

16. November 2016, 15:48 Uhr
US Präsident Barack Obama sprach sich in seiner Rede in Athen gegen die Abschottung und für die europäische Integration aus.
US Präsident Barack Obama sprach sich in seiner Rede in Athen gegen die Abschottung und für die europäische Integration aus.
© KEYSTONE/EPA ANA-MPA/ORESTIS PANAGIOTOU
Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat bei einer Rede in Athen den Wert der Demokratie als Staatsform betont. Nach einem Besuch der antiken Akropolis und dem Akropolis-Museum hielt der US-Präsident im Niarchos-Kulturzentrum eine Rede.

«Die frühesten Formen der Demokratie in Athen waren weit davon entfernt, perfekt zu sein, genauso wie die frühesten Formen der amerikanischen Demokratie nicht perfekt waren», sagte Obama am Mittwoch in der als Wiege der Demokratie geltenden Stadt.

Dennoch sei die Regentschaft des Volkes unersetzbar. Denn die Geschichte zeige, dass Länder mit demokratischer Führung dazu neigten, gerechter, stabiler und erfolgreicher zu sein, sagte der abtretende US-Präsident.

Sein Nachfolger im Weissen Haus könne nicht unterschiedlicher sein. Trotzdem wolle er - wie in den USA üblich als scheidender Präsident - den neuen willkommen heissen. Das habe er auch getan. Die Grundpfeiler der Demokratie und eine offene Debatte müssten aufrechterhalten werden. «Dann sind wir auch okay», sagte Obama.

Obama wird am Mittwochabend nach Berlin reisen und dort mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel zum Abendessen zusammenkommen. Am Donnerstag will Obama mit Merkel über die Herausforderungen der künftigen transatlantischen Beziehungen unter dem designierten Präsidenten Donald Trump beraten. Für Freitag ist in Berlin ein Spitzentreffen mit europäischen Staats- und Regierungschefs geplant.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 16. November 2016 13:55
aktualisiert: 16. November 2016 15:48