USA

Proteste in den USA dauern an - Tränengas in Philadelphia

2. Juni 2020, 05:58 Uhr
In den USA haben am Montag - wie etwa in Philadelphia - erneut zahlreiche Menschen gegen Rassendiskriminierung sowie Polizeiwillkür demonstriert.
© KEYSTONE/AP/Matt Slocum
Bei Protesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd hat die Polizei in der US-Metropole Philadelphia Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt. Dies berichtete der Sender CNN am Montag (Ortszeit).

Demnach seien Demonstranten am frühen Montagabend auf einer Autobahn marschiert, als die Polizei eingeschritten sei. Auch vor dem Weissen Haus versammelten sich am Montag erneut Demonstranten, um gegen Floyds Tod bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis zu protestieren. Am Weissen Haus fuhren am Montag zahlreiche Militärfahrzeuge mit Soldaten der Nationalgarde auf, wie auf den Fernsehbildern zu sehen war.

In der US-Hauptstadt und in zahlreichen anderen US-Metropolen war es in der Nacht zu Montag in der sechsten Nacht in Folge zu Protesten und Ausschreitungen gekommen. In Washington soll um 19.00 Uhr (Ortszeit/1.00 Uhr MESZ) erneut eine Ausgangssperre in Kraft treten. Nach erneuten Massenprotesten in New York verhängten die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre auch für die grösste US-Metropole, wie Bürgermeister Bill de Blasio mitteilte.

Trump fordert hartes Durchgreifen

Floyd war am Montag vergangener Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet worden. Im ganzen Land breiteten sich daraufhin Proteste aus. Mehr als 40 US-Städte haben eine nächtliche Ausgangssperren verhängt.

US-Präsident Donald Trump hat die Gouverneure der Bundesstaaten zu einem härteren Durchgreifen aufgerufen und zu einem verstärkten Einsatz der Nationalgarde aufgerufen. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte am Montag, wegen der Unruhen seien nur rund 17'000 Soldaten der Nationalgarde in 24 Bundesstaaten eingesetzt. Das reiche aber nicht aus. Die Nationalgarde gehört zur Reserve der US-Streitkräfte und kann in Ausnahmesituationen von Gouverneuren zu Hilfe gerufen werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Juni 2020 00:35
aktualisiert: 2. Juni 2020 05:58